Amazon bietet neuerdings 5 GB kostenlosen Online-Speicherplatz über Amazon Cloud Drive an. Wir werfen einen Blick auf den neuen Amazon-Online-Dienst.
Update 31.03.2011: Die US-Musikindustrie hat verärgert auf Amazons Cloud Drive und Cloud Player reagiert. Ein Vertreter von Musikkonzernen wies darauf hin, dass Amazon nicht über neue Lizenzen mit den Musikfirmen verhandelt habe. Ein Amazon-Sprecher wies zurück, dass neue Lizenzen notwendig seien, wenn Anwender die Musikstücke auf dem Online-Speicher ablegen würden.
Was Google und Apple noch planen, hat Amazon bereits gestartet. Über Cloud Drive bietet Amazon nicht nur kostenlosen Online-Speicher an. Dort abgelegte Musik-Dateien können über den Cloud Player auch von überall aus auf einem PC oder Android-Handy angehört werden. Wir haben uns den Dienst einmal genauer angeschaut.
Erfreulich einfach fällt die Anmeldung für den Dienst aus, wenn man bereits im Besitz eines Amazon-Kontos ist. Einfach im Browser die
Website von Amazon Cloud Drive aufrufen, anmelden und schon kann es losgehen. Neulinge erhalten 5 GB kostenlosen Online-Speicherplatz.
Positiv: Wer im Amazon MP3 Store ein MP3-Album erwirbt, der erhält gratis 20 GB Onlinespeicher dazu - damit erhöht sich der zur Verfügung stehende Speicherplatz auf 25 GB. Negativ: Das Angebot gilt derzeit nur für US-Kunden. Deren erworbenen MP3-Dateien werden auf Wunsch automatisch in Amazon Cloud Drive abgelegt und die 20 GB Zusatzspeicher gutgeschrieben.
Zusätzlich besteht für alle Mitglieder die Möglichkeit, kostenpflichtig den zur Verfügung stehenden Speicherplatz auf bis zu 1 Terabyte zu erhöhen. Folgende Möglichkeiten gibt es:
| Speicherplatz |
US-Dollar / Jahr |
entspricht Euro / Jahr |
| 5 GB |
kostenlos |
kostenlos |
| 20 GB |
$20 |
14 Euro |
| 50 GB |
$50 |
35,50 Euro |
| 100 GB |
$100 |
71 Euro |
| 200 GB |
$200 |
142 Euro |
| 500 GB |
$500 |
355 Euro |
| 1.000 GB |
$1000 |
710,50 Euro |
Konkurrenz bietet teils mehr und/oder günstiger
Zum Vergleich:
Microsofts Skydrive bietet standardmäßig 25 GB freien Online-Speicherplatz und bei
Dropbox sind es 2 GB (erweiterbar auf bis zu 8 GB). Bei Strato HiDrive sind 20 GB Online-Speicher zwar mit 24 Euro im Jahr etwas teurer, dafür erhält man aber
Strato HiDrive 1000 GB Online-Speicherplatz für 238 Euro im Jahr (19,90 Euro/Monat) deutlich günstiger als bei Amazon Cloud Drive.
Amazon Cloud Drive: Einfache Bedienung
Einmal eingeloggt, präsentiert sich Amazon Cloud Drive mit einer aufgeräumten Oberfläche und den vier Standard-Ordnern für Dokumente, Musik-Dateien, Fotos und Videos. Zusätzliche Ordner können jederzeit angelegt werden. Dazu klickt man einfach auf den Button "New Folder" und gibt den gewünschten Ordnernamen ein. Auch ein Verschieben von Ordnern und Dateien ist möglich: Einfach den gewünschten Eintrag markieren und im Drop-Down-Menü von "More Actions" den Eintrag "Move items" auswählen und die neue Position auswählen.
Der Zugriff auf Amazon Cloud Drive und alle Uploads erfolgen über eine sichere HTTPS-Verbindung. Über "See Upload Details" kann man den Upload-Vorgang beobachten; hier gibt es auch eine Angabe darüber, wie lange dieser Vorgang voraussichtlich noch dauert. Während unserer Tests dauerte die Übertragung eines 25-MB-Videos rund drei Minuten, was relativ lange ist, wenn man bedenkt, dass unsere Internet-Verbindung eine Upload-Geschwindigkeit von 9180 KBit/s erlaubt (rund 1 MB/s).
Anders als bei Microsoft Skydrive besteht bei Amazon Cloud Drive keine Möglichkeit, die hoch geladenen Dokumente auch online im Browser anzuschauen. Auch Fotos werden zunächst heruntergeladen und erst dann vom Browser angezeigt. Einen integrierten Dokumenten- oder Foto-Betrachter besitzt Amazon Cloud Drive also (zumindest derzeit noch) nicht.
Amazon Cloud Player: Musik überall über die Wolke
Seine Stärken spielt Amazon Cloud Drive nach dem Hochladen von Musik-Dateien aus: Auf alle hochgeladenen Songs haben Sie von jedem Browser aus Zugriff über den Amazon Cloud Player, der die Songs gestreamt an den Browser überträgt. Die Songs werden im Amazon Cloud Player nach Alben, Künstlern und Genres organisiert.
Für Besitzer eines Android-Smartphones bietet Amazon außerdem auch den
Cloud Player als App an. So kann man auch unterwegs auf seine Musik-Sammlung zugreifen, ohne sie auf das Smartphone übertragen zu müssen. Einen ähnlich Plan verfolgt Apple angeblich auch mit iOS 5. Amazon ist hier also bereits einen Schritt weiter.
30.03.11
und wie nicht anders zu erwarten, sitzt die Content-Mafia aka "Unterhaltungsindustrie" in ihren schicken Büros und rechnet sich aus, wieviele Phantastilliarden sie von diesem Kuchen abhaben müsste! :D
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Unterhaltungsbranche-stoert-sich-an-Amazons-Cloud-Drive-1218038.html
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30.03.11
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30.03.11
Abgesehen davon halte ich von dem Cloud System garnix.
Ich möchte halt nicht, das dort(und auch wohl anderswo) jeder weiß, was ich für Filme sehe oder Musik ich höre.
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30.03.11
...das ist nur der hippe Ausdruck für einen Webdienst. Im Gegensatz zu früher, als die Spielregeln noch klar waren, wenn man eine Homepage anmietete, heißt das heute Cloud und man tritt sämtliche Rechte an seinen eigenen Sachen an Dritte ab. Und die Leute klatschen auch noch Beifall. Beispiel: Drucken in der Cloud -> http://www.iwii.de/artikel-cms-de-test_hp_eprint_officejet_8500_agb--.html
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30.03.11
Ich möchte halt nicht, das dort(und auch wohl anderswo) jeder weiß, was ich für Filme sehe oder Musik ich höre.[/QUOTE]:nixwissen wie kommst Du darauf? der Amazon-Normalfall wird wohl so aussehen: Music kaufen -> wird direkt auf Deinem Cloud-Drive abgelegt und Du kannst die Music hören wann, wo und womit Du willst! da kommt ja erstmal kein anderer ran, außer Du gibst Deine Zugangsdaten weiter!
und das wirft imo auch die Frage auf, wofür die UI eigentlich [B][I]nochmals[/I][/B] Lizenzgebühren haben will, die kriegen doch schon Ihren Anteil z.B. beim Kauf über Amazon!
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30.03.11
Ich kann nicht wissen, wer alles zugriff auf die Daten hat, die ich irgendwo auf irgendeinem Server ablege.
Amazon will auch nur Geld machen (ist ja auch OK), aber weiß ich, wem die all meine Daten zu Statistischen Zwecken geben?
Meine Daten, mein Rechner, meine Privatphäre.
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30.03.11
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30.03.11
...einfach so. Bei anderen Webangeboten hat das doch auch geklappt. Was der Amazon-Normalfall ist, interessiert dabei recht wenig. Es besteht die grundsätzliche Möglichkeit "das man könnte, wenn man wollte".
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30.03.11
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30.03.11
Nein, wozu habe Verwandte und Bekannte:D
Ich versuche so wenig wie möglich im Netz persönlich Daten anzugeben.
Manchmal muss es sein.
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