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5,6 Prozent: Rundfunkgebühr soll erhöht werden

Zum 1. Januar 2009 ist eine Erhöhung der Rundfunkgebühr um 5,6 Prozent auf 17,98 Euro pro Gerät und Monat geplant.

Nach einer Empfehlung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten ( KEF ) soll die Rundfunkgebühr zum 1. Januar 2009 um 5,6 Prozent auf 17,98 Euro pro Gerät und Monat steigen. Die Erhöhung sei erforderlich, um den Finanzbedarf von ARD, ZDF und Deutschlandradio im Zeitraum von 2009 bis 2012 zu decken. Dennoch blieb die KEF mit ihrer Empfehlung rund 50 Cent unter dem eigentlich veranschlagten Bedarf der öffentlich-rechtlichen Sender.

Die Empfehlung ist allerdings noch nicht endgültig: Noch müssen die Bundesländer dem Vorschlag zustimmen. Eine große Debatte um die Gebührenerhöhung ist derzeit nicht zu erwarten. Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger bezeichnete den Vorschlag als vertretbar und forderte gleichzeitig die Abschaffung der Werbung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatte vor kurzem ähnliche Pläne für den französischen Rundfunk präsentiert. Auch er fordert den Wegfall der Werbung und will die Einnahmeausfälle durch eine Steuer auf Empfangsgeräte ausgleichen.

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