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Patent-Initiative will mobiles WiMAX stärken

10.06.2008 | 13:30 Uhr |

Für eine schnelle und verbreitete Einführung und Verbreitung von WiMAX als drahtlose Breitbandtechnologie der vierten Generation (4G) machen sich Alcatel-Lucent, Cisco, Clearwire, Intel, Samsung Electronics und Sprint stark.

Die Unternehmen haben gestern, Montag, die Gründung der Open Patent Alliance (OPA) bekannt gegeben. Sie soll die Adoption von mobilem WiMAX durch einen einfachen Zugang zu dafür wichtigen Patenten bei überschaubaren Kosten fördern. "Das erscheint als notwendiger Schritt für WiMAX", kommentiert IDC-Analyst Joao da Silva gegenüber pressetext. Damit könnte die Position gegenüber dem 4G-Konkurrenten LTE gestärkt werden.

Die OPA hat angekündigt, einen Pool aus essenziellen WiMAX-Patenten schaffen zu wollen, die für eine Implementierung des Standards erforderlich sind. Es ist vorgesehen, von einem unabhängigen Beobachter bewerten zu lassen, wie wichtig eingereichte Patente für WiMAX wirklich sind. Insgesamt soll so für Unternehmen ein einfacher Zugang zu wesentlichen Patenten gesichert werden. Mobiles WiMAX sei im Vergleich zur GSM-Weiterentwicklung LTE des 3rd Generation Partnership Project (3GPP) immer als offeneres Projekt positioniert worden, meint da Silva. Der aktuelle Schritt solle diese Positionierung stärken, um neue Partner an Bord zu holen, so die Einschätzung des Analysten. Ein erklärtes Ziel der OPA ist auch, die Lizenzkosten durch einen Fokus auf WiMAX-relavante Features zu reduzieren - für "kostenlos" steht "offen" in diesem Fall also nicht. "Die Offenheit von WiMAX muss noch deutlicher bewiesen werden", meint daher da Silva.

Der sichtbare Zusammenschluss von Intel, das auf WiMAX als Bestandteil seines Mobile-Internet-Device-Konzepts setzt, und fünf weiteren großen Unternehmen ist wichtig für die Wahrnehmung von WiMAX im Kampf der 4G-Technologien. Die OPA will nach eigenen Angaben auch sechs bis neun weitere Investoren-Firmen an Bord holen, die auch für breite geografische Repräsentanz sorgen sollen und WiMAX somit global stärken würden. "Gerade in Westeuropa tendiert der Großteil der Mobilfunk-Wertschöpfungskette eher zu LTE", meint da Silva zu pressetext. Doch auch anderswo ist die Konkurrenz stark. So zählt sowohl in den USA als auch in Japan mit AT&T respektive NTT DoCoMo der jeweils größte Mobilfunkanbieter zum LTE-Lager. (pte)

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