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Elektro-Autos: 10 Jahre keine KFZ-Steuer

18.05.2016 | 12:17 Uhr |

Für den Kauf von Elektro-Autos und Plugin-Hybriden gibt es eine Prämie und eine Steuerbefreiung für 10 Jahre.

Update 18.5.2016: Längere Steuerbefreiung und geldwerter Vorteil

Das Bundeskabinett hat zusätzlich zu den unten genannten Fördermaßnahmen für Elektro-Autos auch noch beschlossen, dass die Befreiung von der KFZ-Steuer von bisher fünf auf nun zehn Jahre verlängert wird. Somit zahlt man für ein Elektro-Auto ab Erstzulassung zehn Jahre keine KFZ-Steuer.

Arbeitnehmer, die ihr Elektro-Auto beim Arbeitgeber aufladen dürfen, müssen diesen geldwerten Vorteil nicht versteuern. Arbeitgeber wiederum können laut Bundesregierung „über die Lohnsteuer den Aufbau von Ladestationen auf ihrem Betriebsgelände bezuschussen lassen“.

Ende des Updates, Beginn der ursprünglichen Meldung:

Verkehrsminister Alexander Dobrindt, Finanzminister Wolfgang Schäuble und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel stellen heute in Berlin ihre Pläne für die Förderung von Elektro-Autos vor. Demnach bekommt der Käufer eines rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugs 4000 Euro Zuschuss, wie verschiedene Medien berichten. Allerdings nur, sofern der Listenpreis des Elektro-Autos 60.000 Euro in der Basisausstattung nicht übersteigt.

Damit könnten also Käufer des Tesla Model 3 durchaus von der Prämie profitieren, ebenso wie Käufer eines BMW i3 oder eines e-Golf oder eines Renault Zoe. Käufer eines Tesla Model S oder Model X haben dagegen keinen Anspruch auf den Zuschuss – weil diese Fahrzeuge deutlich mehr als 60.000 Euro kosten.

4000 Euro statt 5000 Euro

Im Vorfeld war spekuliert worden, dass die Prämie sogar 5000 Euro betragen könnte. Die 4000-Euro-Prämie soll schon ab Mai 2016 gezahlt werden. Details dazu, wie man die Prämie beantragen kann, sind noch unbekannt. Die Prämie soll es maximal bis zum Jahr 2020 geben. 600 Millionen Euro stehen für die Prämie zur Verfügung. Sobald dieses Geld aufgebraucht ist, endet die Bezuschussung. Schäuble spricht deshalb von einem "Windhundverfahren".

3000 Euro für Hybrid-Fahrzeuge

Für Hybrid-Plugin-Fahrzeuge wie den Toyota Prius Plugin Hybrid soll es 3000 Euro Zuschuss geben. Für ein reines Hybrid-Fahrzeug wie den Toyota Yaris Hybrid , der sich nicht an der Steckdose aufladen lässt, gibt es dagegen keinen Zuschuss. Für einen Porsche Panamera SE-Hybrid zum Beispiel gibt es wegen dessen hohen Listenpreis ebenfalls keinen Zuschuss.

Bund und Hersteller sollen die Kosten für die Prämie jeweils zur Hälfte tragen.

Wichtig: Der Käufer bekommt die Prämie nur, wenn sich der Auto-Hersteller zur Hälfte daran beteiligt. Daimler, VW und BMW sollen das bereits zugesichert haben. Tesla-Model-3-Käufer müssen also erst einmal abwarten, ob Tesla da mitzieht. Zudem ist in der Praxis zu befürchten, dass der Neuwagen-Verkäufer seinen 2000-Euro-Anteil an der Kaufprämie mit dem ohnehin üblichen Rabatt auf den Listenpreis verrechnet.

Steuervorteil

Wer ein Elektro-Auto als Firmenwagen nutzt und diesen im Betrieb mit Strom auflädt, muss diesen geldwerten Vorteil nicht bei der Steuer angeben.

15.000 zusätzliche Ladestationen

Zudem soll der weitere Ausbau der Schnell-Ladestationen mit 200 Millionen Euro von 2017 bis 2020 gefördert werden. Für Normal-Ladestationen gibt es zusätzlich nochmal 100 Millionen Euro. Insgesamt soll es rund 15.000 neue Ladestationen geben, beispielsweise auch an Supermärkten oder Sportplätzen.

Video: BMW i3 Rex im Praxistest
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