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3D-Patent: Massenklage gegen Spielehersteller

04.11.2004 | 11:24 Uhr |

In den USA wurde de facto jeder namhafte Spielehersteller wegen der Verwendung von 3D-Grafiktechnologien verklagt.

Aktuelle Spiele sind ohne 3D-Grafik kaum noch vorstellbar. Jetzt wurde in den USA wegen der Verwendung der dafür nötigen Technologie eine Vielzahl von Spiele-Herstellern verklagt. Nach Auffassung der Anwaltskanzlei McKool Smith, die die Klage einreichte, verstoßen die verklagten Unternehmen gegen ein 3D-Patent aus dem Jahr 1988.

Zu den betroffenen Firmen gehören Electronic Arts, Activison, Take Two, Ubisoft, Atari, THQ, Vivendi Universal Games, Sega, Square Enix, Tecmo, Lucasarts Entertainment und Namco.

Das US-Patent mit der Nummer 4,734,690 beschreibt ein System mit dem dreidimensionale Darstellungen von Objekten bewegt werden und diese Ergebnisse über eine zweidimensionale Ebene (wie einen Fernseher oder einen Monitor) ausgegeben werden können. Dem Anwender sei es dabei erlaubt, die Perspektive um das Objekt zu ändern oder zu Zoomen.

Neben den Spiele-Herstellern könnte im Grunde auch jeder Entwickler, der 3D-Techniken nutzt, von dieser Klage betroffen sein und künftig möglicherweise eine Lizenz benötigen. Welche Forderungen McKool Smith an die betroffenen Unternehmen hat, geht aus der Klageschrift nicht hervor.

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