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Kinoleinwand abgefilmt

33 Monate Haft für dreisten Raubkopierer

25.08.2014 | 10:19 Uhr |

In Großbritannien ist ein 25-jähriger Mann zu einer Haftstrafe von knapp drei Jahren verurteilt worden. Er hatte in einem Kino die Leinwand abgefilmt und den Film dann im Internet verbreitet.

Ein 25-jähriger Mann ist laut britischen Medienberichten zu einer fast dreijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der Mann hatte den Film "Fast & Furious 6" von einer Kinoleinwand abgefilmt und dann über das Internet verbreitet. Laut der Anti-Raubkopierer-Organisation Federation Against Copyright Theft (FACT) wurde der Film über 700.000 Mal heruntergeladen und verursachte so bei Universal Pictures einen Schaden in Millionenhöhe.

Zusätzliche bot der Mann über sein Facebook-Konto den Film auch noch zum Verkauf an. Dabei erzielte er laut eigenen Angaben einen "Gewinn" von umgerechnet etwa 1,80 Euro pro Verkauf. Insgesamt soll er 1.260 Euro eingenommen haben. FACT schätze den Verlust, den Universal Pictures durch den Mann erlitten habe, auf über 2,8 Millionen Euro.

Der Richter bezeichnete das Verhalten des Mannes bei der Urteilsverkündung als "frech und arrogant". Der Mann hatte trotz seiner Festnahme im Mai und der Freilassung auf Kaution bis zum Gerichtsverfahren einfach weitergemacht und Raubkopien verbreitet. Auf Facebook hatte er Universal Pictures verhöhnt.

Auf die Spur kamen ihm die Ermittler, weil er den gleichen Nutzernamen sowohl in einschlägig bekannten Raubkopierer-Foren als auch auf einer Online-Dating-Seite verwendet hatte.

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