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321 Studios: Anhörung im Prozess mit der Filmindustrie

16.05.2003 | 11:26 Uhr |

Im Kampf um die Kopier-Software "DVD Copyplus" und "DVD X Copy", mit deren Hilfe DVDs entweder auf DVD-Rohlinge oder CDs kopiert werden können, fand nun in den USA eine erste Anhörung vor Gericht statt. Eine Enttäuschung hatte die zuständige Richterin für den Hersteller 321 Studios jedoch schon im Gepäck.

Im Kampf um die Kopier-Software "DVD Copyplus" und "DVD X Copy", mit deren Hilfe DVDs entweder auf DVD-Rohlinge oder CDs kopiert werden können, fand nun in den USA eine erste Anhörung vor Gericht statt.

Gleich zu Beginn der Anhörung verpasste die zuständige Richterin Susan Illston den "321 Studios" , Hersteller der Software, einen gehörigen Dämpfer. Sie teilte dem Unternehmen in der Eröffnungsrede mit, dass sie in der Sache "grundsätzlich" von der Meinung anderer Richter "überzeugt" sei, die bei ähnlichen Fällen, die den Digital Millennium Copyright Act (DMCA) betrafen, im Sinne der Urheberrechtsinhaber entschieden haben.

321 Studios verwendet in seiner Software den so genannten DECSS-Code, der den Kopierschutz der DVD, den CSS (Contents Scrambling System), umgeht. Bislang haben zwei Gerichte entschieden, dass es dem DMCA nach illegal sei, den DECSS-Code zu veröffentlichen.

Das Unternehmen argumentierte vor Gericht, dass die Bedingungen des DMCA verfassungswidrig seien und zudem die so genannten "Fair use"-Rechte unterwandern. Weiter vertrat der Hersteller die Ansicht, dass CSS kein Kopierschutz- sondern vielmehr Zugangskontroll-Tool sei.

"Welche Rechte hat ein Urheberrechtsinhaber und welche Einschränkungen werden dem Anwender auferlegt, der eine DVD kauft", meinte Daralyn Durie, Anwältin der 321 Studios. Und weiter: "Sicherlich ist ein Recht, das beim Kauf einer DVD auf mich übertragen wird, dasjenige, dass ich die Verschlüsselung aufheben darf und Zugang zum Inhalt habe."

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