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CeBIT-Besucher im Visier von Datendieben

26.02.2009 | 10:55 Uhr |

Die Sicherheitsexperten von G-Data warnen im Vorfeld der in Kürze beginnenden Computermesse CeBIT in Hannover (3. - 8.3) alle Messebesucher vor möglichen Spionageangriffen und Datendiebstahl. Indem man drei einfachen Tipps folgt, kann man sich vor Datendiebstahl schützen.

Messe-Events, wie die CeBIT, so Ralf Benzmüller, Leiter des Security Labs von G-Data, seien für Cyber-Kriminelle ein riesiges Jagdgebiet. Insbesondere Besitzer von Net- und Notebooks würden von den Angreifern ins Visier genommen. Daher sollten sich die Messebesucher vor potentiellen Datendieben schützen.

"Für Onlinekriminelle ist der Handel mit Daten ein Millionengeschäft. Der Preis richtet sich nach der Qualität der Daten –so sind unsortierte Datenpakete mit mehreren hundert Megabytes bereits für unter 50 Dollar zu haben", so Benzmüller. Der Wert der gestohlenen Daten steige immens, wenn wichtige Geschäftsdaten gestohlen worden sind. Insbesondere mit Kundenlisten, Konstruktionsplänen oder Forschungsergebnissen könnten die Angreifer bis zu ein paar Millionen von Dollar verdienen.

Drei Tipps für alle Messebesucher

Ralf Benzmüller gibt allen Messebesuchern folgende drei Tipps, wie sie sich vor Datendieben schützen können.

1. Vorsicht bei der Verwendung öffentlicher WLANs

Für Angreifer ist es ein Leichtes, sich als WLAN-Hotspot auszugeben und alle Daten des ahnungslosen Opfers mitzulesen. Sensible Daten sollten, wenn überhaupt, nur verschlüsselt übertragen werden. Sofern vorhanden, sollte sämtlicher Datenverkehr über einen sicheren VPN-Tunnel oder eine UMTS-Verbindung abgewickelt werden. Beide lassen sich nur mit ungleich höherem Aufwand abhören.

2. Daten verschlüsseln

Anwender mobiler Rechner sollten auf leistungsfähige Verschlüsselungssoftware, oder die BitLocker-Funktionen von Vista setzen, um die auf dem Gerät gespeicherten Daten für Diebe unbrauchbar zu machen. Dabei sollten ausreichend lange und komplexe Passwörter verwendet werden. Das gilt auch für die Daten auf USB-Sticks und -Festplatten. Der materielle Verlust eines Gerätes mag schmerzlich sein, ist aber gemessen an den Konsequenzen, die aus dem Verlust von vertraulichen Daten entstehen können, verschwindend gering.

Datenhygiene und Backups: Wer ganz sicher gehen will, sollte vor Reiseantritt alle Daten löschen, die nicht unterwegs gebraucht werden.

3. Daten physikalisch schützen

Ein Kabelschloss sollte in keiner Notebook-Tasche fehlen. Hierdurch lassen sich zumindest Gelegenheitsdiebe abhalten, die das Gerät im Vorbeigehen mitgehen lassen. Darüber hinaus, sollten mobile Geräte nicht aus dem Blickfeld gelassen werden, auch nicht kurzzeitig. Besonders sensible Daten sollten nicht auf dem Gerät selbst, sondern z.B. auf USB-Sticks oder kompakten Wechselfestplatten gespeichert werden, die man ständig bei sich tragen kann und dann nur bei Bedarf auf die darauf enthaltenen Daten zurückgreift.

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