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Nokia wächst weiter

Nokia hat im 3. Quartal 2007 sein Wachstum fortgesetzt. Egal ob Umsatz, Gewinn oder Absatz: in allen Bereichen konnten die Finnen deutlich zulegen. Perfekt ist ist das Bild dennoch nicht - die gestiegenen Verkaufszahlen ließen den Durchschnittspreis je Handy einbrechen.

Die Entwicklung von Nokia ist zumindest in der Mobilfunk-Branche derzeit beispiellos. Mit einem Marktanteil von 39 Prozent konnten die Finnen ihre dominierende Stellung im Handymarkt weiter ausbauen, noch ein Jahr zuvor verkauften sie 36 Prozent aller weltweit abgesetzten Handys. Doch wo Licht ist, da fällt auch Schatten: wie die anderen Hersteller musste Nokia mit sinkenden Durchschnittspreisen auf Kundenfang gehen. Allerdings wirkte sich auch das starke Wachstum in Schwellenländern wie China und auf dem afrikanischen Kontinent negativ auf die Verkaufspreise aus.

Im dritten Quartal 2007 erzielten die Finnen einen Gesamtumsatz von 12,898 Milliarden Euro, ein Wachstum um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Noch deutlicher ist die positive Entwicklung beim Gewinn abzulesen: in den Monaten von Juli bis September 2007 lagen die Nettoerlöse bei 1,563 Milliarden Euro, plus 85 Prozent gegenüber Q3 2006. Das operative Ergebnis lag bei 1,862 Milliarden Euro.

Diese Entwicklung zog sich durch nahezu alle Bereiche des Unternehmens. Das umsatzstärkste Segment war wie erwartet die Mobiltelefonsparte mit Gesamteinnahmen von 6,131 Milliarden Euro. Zwar fiel das Wachstum mit 3 Prozent im Vergleich zu Q3 2006 vergleichsweise gering aus, der operative Gewinn konnte dafür um 78 Prozent auf 1,388 Milliarden Euro zulegen. Insgesamt verkaufte Nokia im 3. Quartal 07 111,7 Millionen Mobiltelefone (plus 26 Prozent), bei einem Durchschnittpreis von 82 Euro (minus 9 Euro).

Ebenfalls erfolgreich wirtschaftete der Bereich Multimedia. Das Segment umfasst unter anderen die Geräte der Nseries, hier konnte sich das Highend-Modell N95 besonders erfolgreich am Markt positionieren. Im 3. Quartal 2007 erzielte die Sparte eine Umsatzsteigerung von 23 Prozent auf 2,580 Milliarden Euro, der Gewinn legte um 57 Prozent auf 575 Millionen Euro zu.

Bei Enterprise Solutions werden zwar vergleichsweise kleine Brötchen gebacken, die sich aber genauso erfolgreich verkaufen. Innerhalb eines Jahres stiegen die Einnahmen auf 526 Millionen Euro (plus 105 Prozent), zudem konnte erstmals wieder ein Gewinn von 88 Millionen Euro erzielt werden - in Q3 2006 verzeichnete die Abteilung noch einen Verlust von 65 Millionen Euro.

Auch die Umsatzzahlen des direkten Verfolgers Samsung wurden vom starken Handyabsatz beflügelt. So stiegen die Gesamteinnahmen um 10 Prozent auf 12,84 Milliarden Euro, der Gewinn legte gegenüber Q3 2006 um zwölf Prozent auf 1,59 Milliarden Euro zu. Nach eigenen Angaben verkauften die Koreaner weltweit rund 42,6 Millionen Mobiltelefone, zudem stieg der Durchschnittspreis innerhalb von drei Monaten leicht auf 106,45 Euro.

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