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Microsoft jagt Conficker-Entwickler mit hohem Kopfgeld

13.02.2009 | 11:31 Uhr |

Microsoft erhöht den Druck, um den Entwickler des Wurms Conficker zu fassen. Das Unternehmen hat jetzt ein Kopfgeld in Höhe von 250.000 US-Dollar (194.000 Euro) ausgesetzt.

Conficker ist für den größten Ausbruch eines Internet-Wurms seit Jahren verantwortlich. Um den Entwickler des Schädling zu ermitteln, hat Microsoft nicht nur das hohe Kopfgeld ausgesetzt, sondern arbeitet laut eigenen Angaben mit diversen Sicherheitsexperten, Domain-Registraren und der ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) zusammen. Ziel ist es auch, die Server zu ermitteln und auszuschalten, die die Attacken von Conficker steuern.

Der Wurm Conficker (auch Downadup genannt) macht sich einer kritischen Sicherheitslücke in Windows zunutze, die Microsoft bereits im vergangenen Oktober gepatcht hatte. Seit Dezember soll der Wurm über 10 Millionen Rechner weltweit infiziert haben.

Die 250.000 US-Dollar Kopfgeld könnten Hacker, die den Namen des Conficker-Entwicklers kennen, dazu animieren, ihn an die Behörden zu verpfeifen. Laut Angaben von Sicherheitsexperten erhalten Hacker normalerweise um die 10.000 US-Dollar, wenn sie im Auftrag einer kriminellen Gruppe einen Wurm entwickeln und eine erfolgreiche Attacke auf eine vorgegebene Zahl von Rechnern starten.

Microsoft hatte bereits 2005 ein Kopfgeld in Höhe von 250.000 US-Dollar für die Ergreifung der Entwickler des Sasser-Wurms ausgesetzt. Der Betrag wurde an zwei Personen ausgezahlt, die einen Hinweis auf einen Teenager geliefert hatten, der Sasser programmiert hatte.

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