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216-Megapixel-Fotos der Erde

28.05.2007 | 14:18 Uhr |

Microsoft bringt mit Virtual Earth seinen Konkurrenten gegen Google Maps in Stellung. Bis Ende Juni 2007 sollen bereits 100 Großstädte als dreidimensionale Fotos zu bestaunen sein. Für die Kartierung der Erde nutzt Microsoft eine 216-Megapixel-Luftbildkamera.

Mit Virtual Earth will der Konzern aus Redmond eine Alternative zu Google Earth bieten. Schon Ende Juni 2007 sollen 100 Großstädte als fotorealistische 3D-Bilder zur Verfügung stehen. Dies gab Microsoft anlässlich der Eröffnung des neuen Photogrammetry-Zentrums in Graz bekannt.

Um die Kartierung der Erde so detailgetreu wie möglich realisieren zu können, setzt Virtual Earth auf eine neuartige 216-Megapixel-Luftbildkamera, die in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Technologieunternehmen Vexcel entwickelt wurde. Hier wurden auch die automatisierten 3D-Algorithmen erstellt, die eine kostengünstige 3D-Realisierung kompletter Städte erst möglich machen.

„Das Abbilden unserer Welt in virtueller digitaler Form wird den Umgang der Menschen mit ihrem Computer noch einmal radikal verändern“, hofft Stephen Lawler, General Manager Virtual Earth. Ähnlich wie Konkurrent Google plant Microsoft einen virtuellen Stadtplan der ganzen Welt, der mit Informationen über öffentlich genutzte Gebäude, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Kinos und anderen Daten bestückt werden kann. Außerdem plant Microsoft zukünftig eine Integration von Echtzeit-Informationen wie Wetter-Daten oder Verkehrsmeldungen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen bereits 3000 hochaufgelöste 3D-Metropolen in das Kartenmaterial eingebunden werden. Mit den ersten europäischen Städten kann laut Microsoft schon im kommenden Jahr gerechnet werden. Dank der Leistungsfähigkeit der verwendeten Kamera, stehen alle Metropolen dann in einer Auflösung von 14.430 Pixel mal 9.460 Pixel zur Verfügung.

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