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Kaspersky meldet Rekordzahl bei neuer Malware

27.02.2008 | 14:23 Uhr |

Ein bißchen spät dran ist Kaspersky Lab schon mit seinem Jahresbericht zur Malware-Situation 2007. Interessant ist er aber trotzdem. So verzeichnete das russische Sicherheitsunternehmen so viele neue Schädlinge wie nie zuvor. Und die Spamflut scheint unaufhaltsam.

Im Jahr 2007 registrierte Kaspersky Lab so viele neue Schadprogramme wie noch nie zuvor. Kaspersky Lab registrierte sogar mehr Neuzugänge als in den 15 Jahren zuvor zusammen erfasst wurden. Sollte die Virenzahl weiterhin so rasant steigen, so prognostizieren die Russen, dass sich die Gesamtzahl der Malware binnen Jahresfrist erneut verdoppeln wird.

Das Jahr 2007 markiert Kaspersky zufolge zudem das Ende der "nicht kommerziellen" Schadprogramme. Sämtliche registrierten Schadprogramme hatten einen finanziellen Hintergrund. Die aufgetretenen Viren-Epidemien waren aber von kurzer Dauer und traten nur lokal auf.

Aus der Masse der 2007 neu erschienenen Schadprogramme hebt sich der "Sturmwurm" deutlich hervor. Dieser von Kaspersky Lab als Zhelatin klassifizierte Schädling tauchte erstmals im Januar 2007 auf und kam im Laufe des Jahres unter zahlreichen Varianten in Umlauf. Mit Zhelatin setzten Virenprogrammierer zahlreiche Malware-Techniken erfolgreich um, die bis dato nur als Konzepte innerhalb der Szene kursierten: Rootkit, Code-Verunreinigung, Botnetz mit Tarnmechanismus, Infektionen von Computern über P2P-Netze.

Der Sturmwurm eignet sich besonders gut dafür, Botnetze aufzubauen und sie anschließend für Spam-Versand und DoS-Attacken zu missbrauchen. Diese Angriffe traten 2007 in so großem Umfang auf, dass sich IT-Sicherheitsexperten mit kaum einem anderen Thema mehr beschäftigten, wie Kaspersky betont.

Im Alltag sind Nutzer jedoch wesentlich stärker von Spam als von Schadsoftware betroffen. Laut Kaspersky Lab waren durchschnittlich 79,2 Prozent aller im Jahr 2007 verschickten Mails Spam. Trotz einzelner Schwankungen wuchs der Spam-Anteil stetig, überstieg im Herbst 2007 die 80-Prozent-Marke und lag im vierten Quartal 2007 bei 85,7 Prozent.

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