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Online-Shopping kostet wertvolle Arbeitszeit

23.10.2009 | 11:20 Uhr |

Die kommende Weihnachtssaison wird den Unternehmen wertvolle Arbeitszeit ihrer Angestellten kosten. Wie aus einer aktuellen Umfrage hervorgeht, werden Mitarbeiter während dieses Zeitraums im Durchschnitt fast zwei ganze Arbeitstage (14,4 Stunden) mit Online-Einkäufen über den Computer an ihrem Arbeitsplatz verbringen.

Einer von zehn Angestellten wird während der Arbeitszeit sogar über 30 Stunden für Internet-Shopping verwenden, wie die Studie des weltweiten, nicht kommerziellen Berufsverbands von Informatikfachleuten ISACA ermittelt hat.

"Trotz der Wirtschaftslage, die für eine Abflachung oder einen Rückgang bei den Weihnachtsumsätzen sorgen dürfte, zeigte die zweite jährliche Umfrage, dass beinahe die Hälfte der Befragten vorhat, von ihrem Computer am Arbeitsplatz aus Weihnachtseinkäufe über das Internet zu tätigen", heißt es in dem entsprechenden ISACA-Bericht. Als wichtigste Beweggründe hierfür seien dabei vor allem Einfachheit (34 Prozent) und Langeweile (23 Prozent) genannt worden.

Unterschiedliche Regelugen in Unternehmen

"Was die private Web-Nutzung am Arbeitsplatz betrifft, gibt es sehr unterschiedliche Regelungen. Vor allem größere Unternehmen haben diese Problematik bereits erkannt und versuchen, diesbezügliche Fragen über ihre IT-Administratoren bei ihrer Belegschaft zu thematisieren", erklärt Uwe Weinreich, Geschäftsführer der Weinreich Unternehmensberatung http://weinreich.com , im Gespräch mit pressetext. Dass Angestellte während der kommenden Weihnachtszeit gleich zwei ganze Arbeitstage für privates Online-Shopping verwenden sollen, hält der Experte aber doch für eine etwas übertriebene Einschätzung.

"Falls sich ein Unternehmen für eine strengere Gangart entscheidet, stehen ihm eine Reihe unterschiedlicher Handlungsmöglichkeiten wie etwa spezielle Internetfilter zur Verfügung, die bestimmte Webangebote blockieren", erläutert Weinreich. Eine hundertprozentige Sicherheit, dass die Arbeitszeit nicht für Online-Shopping draufgeht, gebe es aber auch dann nicht. "Es gibt immer Mittel und Wege, derartigen Kontrollen zu entgehen. Zudem glaube ich, dass die Unternehmen heute ganz andere Probleme haben als sich über die private Web-Nutzung am Arbeitsplatz Gedanken zu machen", meint Weinreich.

Aufklärung über Sicherheitsrisiken

"Da das Internet den meisten Angestellten zur Verfügung steht, ist es unrealistisch zu glauben, dass Unternehmen den Gebrauch von Computern am Arbeitsplatz für Online-Einkäufe vollständig unterbinden können", betont auch Robert Stroud, internationaler Vice President von ISACA. Für Unternehmen sei es aber ratsam, ihre Mitarbeiter zumindest über Risiken wie Viren, Spam und Phishing-Attacken aufzuklären und sie an die entsprechenden firmeninternen Sicherheitsrichtlinien zu erinnern. (pte)

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