25.07.2012, 10:20

Benjamin Schischka

Sicherheit

2,4 Millionen Deutsche sind Hacker-Opfer bei Gamigo

Hacker-Angriff auf Gamigo ©istockphoto.com/peepo

Im Februar griffen Hacker die deutsche Webseite Gamigo an. Die erbeuteten Daten sind nun geknackt, ausgewertet und ins Netz gestellt worden.
Wie zdnet.com berichtet, warnte das deutsche Online-Spiele-Portal Gamigo schon vor Monaten seine User vor einer Sicherheitslücke in seinen Servern. Nun sind 8,24 Millionen gestohlene Gamigo-Passwörter im Internet aufgetaucht. Der Datendiebstahl gehe zurück auf das Leck vor Monaten. Im Februar 2012 soll Gamigo von einem Hacker namens „8in4ry_Munch3r“ angegriffen worden sein. Die Seite war daraufhin einige Zeit offline.
Am 1. März habe Gamigo dann seine User per E-Mail über den Vorfall benachrichtigt. Darin heißt es, es habe einen Angriff gegeben und Nutzernamen und verschlüsselte Passwörter seien gestohlen worden. Ein Teil der Datenbeute soll schon damals im Forum von Gamigo veröffentlicht worden sein. Man könne nicht ausschließen, dass die Angreifer noch weitere persönliche Daten erbeutet hätten. Und um unauthorisierten Zugriff auf User-Accounts zu verhindern, habe man alle Passwörter zurückgesetzt. Es folgt eine Anleitung, wie man wieder in den Vollbesitz seines Accounts gelange. Und er Hinweis, dass man die Passwörter aller Foren ändern solle, die man nutzt.
Während die Sache damit in der Öffentlichkeit bald vergessen war, war die Arbeit der Hacker noch nicht vorbei. Die sehr umfangreiche Liste, veröffentlicht im Juli unter „11M md5 hashlist to dump“, enthält 11 Millionen Passwort-Hashes von Gamigo. Zdnet.com hat sich die Liste, die mittlerweile offline ist, genauer angeschaut. Demnach sei sie 478 MB groß und enthalte über 11 Millionen Accounts. 8,24 Millionen sind entschlüsselt. Sechs Prozent seien doppelte Einträge. Von PwnedList.com habe man die Infos erhalten, dass 2,4 Millionen Accounts von Deutschen stammen. 100.000 sind T-Online.de-User. US-Accounts gebe es in der Liste rund 3 Millionen. Franzosen seien mit 1,3 Millionen vertreten. Neben Googlemail- und Hotmail-Accounts seien auch welche von Allianz, Deutsche Bank, ExxonMobil, IBM und Siemens unter den Opfern.
Tipp: Sind oder waren Sie Gamigo-User? Dann sollten Sie umgehend alle Ihre Passwörter ändern, die deckungsgleich oder ähnlich zu dem bei Gamigo verwendeten Passwort sind.
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