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Audio- oder Multimedia-Systeme, Navis, eCall und mehr: Die Elektronik in modernen Autos wird immer ausgefeilter. Wir testen die Multimedia- und Multifunktionssysteme von Audi, BMW, Mercedes, Toyota und vielen Herstellern mehr.

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150 Millionen Autos haben Internetzugang im Jahr 2020

02.12.2014 | 13:01 Uhr |

Im Jahr 2020 sollen 150 Millionen Autos mit einer Internetverbindung herumfahren. Das wollen die Analysten von Gartner Inc. ermittelt haben.

PC-WELT testet ständig die aktuellen Infotainmentsystem aller wichtigen Automobil-Hersteller. Dabei stellten wir fest, dass die überwiegende Mehrheit der Hersteller zumindest in den Top-Varianten ihrer Infotainmentsysteme irgendeine Art von Internet-Konnektivität besitzt. Sei es für Webradio, Websuche, Wetter- und Verkehrsdaten, Parkplatz- und Tankstellensuche oder Nachrichten-Ticker. Oder für Bilddatenbanken und Google Street View. Manche Hersteller bieten im Auto auch schon Schnittstellen zu Facebook und Twitter an. Und einige wenige Infotainmentsysteme besitzen sogar einen Browser zum Surfen im Web – allerdings erwiesen sich diese Browserlösungen in den Tests als wenig brauchbar.

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Angesichts dieses Ist-Zustands erscheint die Prognose von Gartner, dass im Jahr 2020 150 Millionen Autos eine Verbindung zum Internet besitzen werden, als gar nicht mehr so weit hergeholt. Zumal einige Hersteller wie BMW SIM-Karten bereits standardmäßig in ihren Fahrzeugen verbauen. Und das eCall-Notrufsystem ab 2017 verpflichtend für alle Neuwagen vorgeschrieben wird.

Auch im vergleichsweise günstigen Mazda 3 stehen diverse Internetdienste zur Verfügung.
Vergrößern Auch im vergleichsweise günstigen Mazda 3 stehen diverse Internetdienste zur Verfügung.

Eine Folge der engen Vernetzung zwischen Autos und Internet: Die Automobil-Hersteller müssen enger mit Internetunternehmen wie Google und mit IT-Riesen wie Apple und Samsung zusammenarbeiten. Gartner sieht denn auch gute Chancen für den flächendeckenden Einsatz von Android Auto und Apple CarPlay, die das Zusammenspiel zwischen Automobil und Smartphone deutlich erleichtern und insgesamt die Bedienbarkeit erleichtern sollen.
 
Den derzeit erhältlichen proprietären InCar-Systeme der Automobil-Hersteller würden viele typischen Funktionalitäten gängiger Mobilgeräte fehlen, so ein Gartner-Analyst. Das würde sich aber ändern, wenn Technologien wie das Human-Machine-Interface (HMI) samt Gestensteuerung und Technologien, mit denen das Auto die Stimmung des Fahrers erkennen kann, Einzug halten würden. Zunehmend würden die Autos nämlich das Verhalten des Fahrers vorhersagen und präventiv darauf reagieren können.
 
Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Sprachsteuerung, mit der die Fahrer künftig alle wesentlichen InCar-Funktionen bedienen und auch Apps starten können. Dazu kommen noch Kameras im Auto und Head-Up-Displays – das alles soll rundum die Sicherheit verbessern.

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