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14-Jähriger bastelt Uhr und wird in Schule verhaftet

17.09.2015 | 11:39 Uhr |

In den USA sorgt der Fall des Neuntklässlers Ahmed Mohamed für Aufregung. Der Junge wurde an seiner Schule verhaftet.

Update, 17.9.: Auch US-Präsident Barack Obama ist auf den Fall aufmerksam geworden und hat nun Ahmed Mohamed per Tweet ins Weiße Haus eingeladen. "Wir sollten mehr Kinder wie dich dazu inspirieren, die Wissenschaft zu mögen. Das macht Amerika groß", schreibt Obama.

Außerdem erhielt der Junge auch diverse Einladungen von NASA-Mitarbeitern. Bei seiner Verhaftung trug der Schüler ein NASA-T-Shirt. Und Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat ihn eingeladen, mal das Facebook-Hauptquartier zu besuchen.

Ursprüngliche Meldung vom 16. September 2015:

Seine Bastelleidenschaft ist einem 14-jährigen Schüler in Texas zum Verhängnis geworden. Oder vielmehr doch eher sein Name und Herkunft? Ahmed Mohamed, ein US-Junge sudanesischer Abstammung, kam am Montag mit einer selbst gebauten Uhr in seine Schule in Irving (Texas). Kurze Zeit später wurde der Jugendliche von der Polizei verhaftet. Der Vorwurf: Er habe versucht eine Bombe zu bauen.

Die Uhr des Jungen hatte im Schulunterricht plötzlich geklingelt. Als die Lehrerin sich die Uhr genauer anschaute, hielt sie die Uhr für eine Bombe und rief die Polizei. Diese rückte mit vier Beamten an, legte dem Jungen Handschellen an und fuhr in dann in ein Jugendgefängnis, wo Ahmed dann erkennungsdienstlich behandelt wurde.

Als schließlich klar wurde, dass es sich nicht um eine Bombe handelte, wurde der Junge wieder freigelassen. Das berichtet die Zeitung The Dallas Morning News. Unklar sei aber, ob der Junge doch noch wegen des Baus einer Bombenattrappe  angezeigt wird. Der Junge, so ein Polizeisprecher, habe keine plausible Erklärung geliefert, warum er das Gerät gebaut habe. Dabei hat der Junge die ganze Zeit betont, es handele sich einfach nur um eine selbst gebaute Uhr, was den Beamten offenbar aber als Erklärung nicht ausreichte.

Der Vorfall sorgt in den USA in der Öffentlichkeit für Entsetzen. Der Vater des Jungen wirft den Beamten vor, seinen Jungen aufgrund seines Namens, seiner Religion und dem Terroranschlag vom 11. September 2001 nicht gerecht behandelt zu haben.

Auf Twitter solidarisieren sich die Internet-Nutzer unter dem Hashtag #IStandWithAhmed mit dem Jungen. Es sei eine Schande, wie mit dem Jungen umgegangen worden sei, so die einhellige Meinung der meisten Twitter-Nutzer. Auch auf Facebook mehren sich die Proteste gegen die Verhaftung des Jungen.

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