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14-Jährige verklagt Facebook wegen Nacktfoto-Upload

13.09.2016 | 15:12 Uhr |

Eine 14-Jährige will Facebook verklagen, weil der Konzern den Upload ihres Nacktfotos auf eine Shame-Page nicht unterbunden hatte.

Dem sozialen Netzwerk Facebook droht bald eine Klage durch eine 14-jährige Britin. Als Racheakt wurde ein Nacktfoto von ihr zwischen November 2014 und Januar 2016 trotz wiederholter Löschung immer wieder auf eine so genannte Shame-Page auf Facebook hochgeladen – ein beliebter Racheakt bei enttäuschten Liebhabern.

Nach Auffassung des Mädchens, hätte Facebook den erneuten Upload des Fotos aufgrund von Bilderkennungssoftware verhindern können. Das habe das Unternehmen jedoch nicht getan. Aus diesem Grund verklagt die 14-Jährige Facebook nun auf Schadenersatz wegen widerrechtlicher Nutzung von privaten Informationen, Fahrlässigkeit und Verstoß gegen den Data Protection Act. Das wiederholte Hochladen ihres Nacktfotos vergleicht die 14-Jährige mit Kindesmissbrauch.

Facebook hatte noch versucht, die Klage abzuwenden. Die Anwälte argumentierten, dass Facebook das Foto nach einem erneuten Upload stets gelöscht habe. Die Klägerin besteht jedoch darauf, dass der erneute Upload gar nicht erst hätte ermöglicht werden sollen. Das Facebook-Gesuch wurde von einem britischen Gericht abgelehnt . Die 14-Jährige darf nun gegen das soziale Netzwerk klagen.

Neben Facebook muss auch der Facebook-Nutzer mit einer Klage rechnen, der das Nacktfoto der 14-Jährigen immer wieder beim Netzwerk hochgeladen hatte. Die junge Britin ist zudem nicht die erste, die Facebook wegen des Hostings pornografischer Bilder verklagt. 2014 forderte eine Texanerin 123 Millionen US-Dollar, weil ihr Gesicht mit Fotomontagen wiederholt auf Pornobildchen montiert und bei Facebook hochgeladen wurde. Die Klage wurde damals jedoch abgewiesen.

In einem anderen Fall um ein Nacktfoto hat sich Facebook auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert...

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