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13 Android-Apps mit Adware in Google Play entdeckt

20.03.2015 | 10:27 Uhr |

Die Sicherheitsexperten von Lookout haben 13 weitere Apps im Google Play Store entdeckt, in denen Adware steckte.

Google kontrolliert Android-Apps, bevor diese über den Google Play Store für die Android-Anwender verfügbar sind. Die Sicherheitsexperten von Lookout weisen nun darauf hin, dass dieser Zulassungsprozesses weiterhin Sicherheitsmängel aufweise. So wurden 13 Apps im Google Play Store entdeckt, die Adware enthielten.

"Einige von ihnen gaben sich als eine Facebook-App aus und hatten Malware-ähnliche Merkmale, die das Entfernen der App vom Smartphone erschwerten", so Lookout in einem Blog-Eintrag. Lookout hat Google auf die Apps hingewiesen und Google habe umgehend reagiert und die betreffenden Apps aus dem App Store entfernt. Die Download-Zahlen der Apps lagen bei bis zu über eine halbe Millionen Downloads.

Adware NotFunny und HideIcon in 13 Apps

In den 13 Apps steckten laut Lookout die beiden Adware-Familien HideIcon und NotFunny. In einer der Apps steckte die Adware HideIcon, die das App-Icon löscht, sobald die Software auf dem Gerät installiert wurde. Dadurch lässt sich eine App, die mit HideIcon ausgeliefert wird, schwerer wieder vom Smartphone löschen. Im Hintergrund lädt HideIcon dann aggressive Werbeanzeigen.

In 12 der 13 Apps steckte die Adware Notfunny, die aus einem "Dropper" und einem "Payload", der eigentlichen Adware, besteht. "Der Dropper verbirgt sich in Anwendungen wie einer kostenlosen Weihnachtslieder-Klingelton-App, Wallpaper-Apps, einer gefälschten Laserpointer-App und anderen Anwendungen", so Lookout. Wenn ein Opfer eine dieser Apps herunterlädt und startet, fordert der Dropper zum Download des Payloads auf. Diese Payload-App bittet um mehrere Berechtigungen wie “persönliche Daten”, “kostenpflichtige Dienste“, “Nachrichten“ und “Standort“ und löscht das Icon der App, sobald die Installation abgeschlossen wurde. Im Hintergrund lädt Notfunny dann ebenfalls aggressive Werbeanzeigen herunter, die dann dem Nutzer präsentiert werden.

So schützen Sie sich

Die 13 Funde sind laut Lookout kein Grund, dem Google Play Store nicht mehr zu vertrauen. "Google arbeitet bewusst mit Sicherheitsunternehmen zusammen, um die Qualität der Apps im Google Play Store sicherzustellen", so Lookout. Schaffe es dann doch mal eine bösartige App in den App Store, dann reagiere Google schnell mit einer Löschung. 

Die Sicherheitsexperten geben zusätzlich folgende Tipps, die dabei helfen, sich vor gefährlichen Apps zu schützen:

  • Lesen Sie die App-Bewertungen. Wenn darin Punkte aufgeführt werden wie “Diese App blendet ständig Werbung ein!” oder andere negative Kommentare stehen, lassen Sie die Finger davon.

  • Laden Sie Apps von bekannten bzw. vertrauenswürdigen Entwicklern herunter. Recherchieren Sie kurz über den Entwickler, wenn Sie das Gefühl haben, eine App könnte potentiell schädlich sein sein.

  • Sorgen Sie dafür, dass auf Ihrem Gerät eine Sicherheits-App installiert ist, die Bedrohungen wie Adware erkennt, noch bevor Sie mit dieser in Kontakt kommen.

  • Lesen Sie, welche Berechtigungen eine App anfordert, bevor Sie sie installieren.

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