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Die wahre Killer-App fürs Smartphone?

26.09.2009 | 14:23 Uhr |

Die kürzlich für das iPhone veröffentlichte Applikation 12mail des Microvideo-Anbieters 12seconds sorgt unter Technik-Liebhabern derzeit für einige Furore. Ähnlich wie die Anwendung robo.to ermöglicht es 12seconds, Status-Updates auf Twitter mit einer kleinen Videobotschaft zu versehen.

Im Gegensatz zu robo.to , das nur viersekündige Microvideos ohne Ton erlaubt, können bei 12seconds jedoch Mini-Filmchen mit bis zu zwölf Sekunden Länge plus Tonunterlegung aufgenommen werden. Seit dieser Woche hat sich das kalifornische Start-up mit dem neuen Feature 12mail noch einen zusätzlichen Vorteil gegenüber robo.to verschafft. Nutzer von 12mail können sich nun ihre Kontaktlisten aus den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter aufs Smartphone holen und ihre Microvideos daraufhin direkt auf den beiden Plattformen veröffentlichen. Außerdem kann die Videobotschaft mit einer maximal 140 Zeichen langen Nachricht versehen und über eine Push-Benachrichtung auch an andere Smartphone-Anwender von 12mail geschickt werden. Konkret landen die Microvideo-Links bei den Empfängern als Direktnachricht (Twitter), als Pinnwand-Eintrag (Facebook) oder eben als Push-Link direkt am Handy. Die User brauchen nicht einmal eine Registrierung, um das Service zu nutzen, die Anmeldung erfolgt mit den Log-in-Daten von Facebook oder Twitter. Die Videoaufnahme inklusive Ton via 12mail ist derzeit allerdings nur auf einem iPhone 3GS möglich. Mit der früheren Version 3G kann lediglich ein Foto aufgenommen und mit einer zwölfsekündigen Audio-Datei unterlegt werden.

Microblog-Experte Günter Exel , der die Anwendung bereits getestet hat, hält 12mail im Gespräch mit pressetext für "die wahre Killer-Applikation." Die Strategie von 12seconds, sich mit bestehenden sozialen Plattformen zu vernetzen, habe sich auf jeden Fall bewährt. Laut Exel ist 12mail sehr einfach zu bedienen, verfüge aber trotzdem bereits über ausgereifte Funktionen. "Der Knackpunkt ist vor allem die mobile Anwendungsweise und dass die Botschaften aufs Wesentliche, nämlich zwölf Sekunden, reduziert werden", fasst Exel die Vorteile der Anwendung zusammen. 12seconds hat sich also die Strategie von Twitter zu Nutze gemacht und das "Zwitscher-Phänomen" ins Video-Format überführt. Dadurch soll eine völlig neue Kommunikationsart im Web entstehen, der nicht nur Exel großes Potenzial zuspricht. (pte)

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