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1000 Gigabyte im Zuckerwürfel

26.04.2001 | 11:27 Uhr |

Ein Team aus japanischen Ingenieuren und Hochschulwissenschaftlern hat einen neuen Speicherchip aus Glas entwickelt. Bis zu 1000 Gigabyte passen auf den nur einen Kubik-Zentimeter kleinen Speicherwürfel.

Ein Team aus japanischen Ingenieuren und Hochschulwissenschaftlern hat einen neuen Speicherchip aus Glas entwickelt. Bis zu 1000 Gigabyte passen auf den nur einen Kubik-Zentimeter kleinen Speicherwürfel. Nach Meinung des Leiters der Gruppe, Professor Kazuyuki Hirao, soll die kommerzielle Entwicklung dieser neuen Technologie noch vor Ende diesen Jahres beginnen.

Die Wissenschaftler der Universität von Kyoto begannen 1994 mit ihren Experimenten. Die entscheidende Entdeckung machten sie vor zwei Jahren. Wird Samariumhaltiges Glas mit einem "Femtosecond"-Laser bestrahlt, so werden die bestrahlten Punkte so umgewandelt, dass sie eine enorme Speicherdichte bekommen. Diese Punkte lassen sich schichtweise stapeln. Das Glas lässt sich danach als "optischer" Speicher nutzen.

Ein "Femtosecond"-Laser ist in der Lage, für die extrem kurze Zeit von einer Tausendstel-Billion-Sekunde einen Lichtimpuls zu senden. Dies ist nötig, da Laser mit länger pulsierendem Licht zu viel Wärme erzeugen würden, wodurch das Glas bricht.

Im Experiment konnten die Wissenschaftler auf einem Kubikzentimeter Glas bis zu acht Terabits Daten speichern. Dies entspricht einem Terabyte oder 1000 Gigabyte. (PC-WELT, 26.04.2001, hc)

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