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100 000 Mails im Weißen Haus verschwunden

Etwa 100 000 Mails mit Informationen zur umstrittenen Wahlkampffinanzierung 1996 und der Lewinsky-Affäre sind von den Rechnern im Weißen Haus verschwunden. Kritiker der US-Regierung gehen davon aus, dass damit Unregelmäßigkeiten im Wahlkampf vertuscht werden sollen.

Das US-Justizministerium hat Ermittlungen eingeleitet, die klären sollen, wie und warum bis zu 100.000 Mails aus dem Computernetz im Weißen Haus verschwunden sind. Der Inhalt der Mails war offenbar zu brisant für Absender und Empfänger - amerikanischen Medienberichten zufolge ging es in den Botschaften hauptsächlich um die umstrittene Wahlkampffinanzierung 1996 und die Lewinsky-Affäre.

Die Nachrichten seien wegen Computerproblemen nicht mehr auffindbar. Diese Antwort erhielt ein Kongress-Ausschuss, der sich mit der Frage beschäftigt ob bei der Wahlkampffinanzierung im Jahr 1996 gegen geltendes Gesetze verstoßen wurde. Es sollte auch geklärt werden, ob Mitarbeiter des Weißen Hauses durch Androhung von Vergeltungsmaßnahmen davon abgehalten wurden, über die Mails zu sprechen.

Kritiker der US-Regierung sehen im Verschwinden der Nachrichten den Versuch, Unregelmäßigkeiten beim Wahlkampf von Präsident Bill Clinton und Vize Al Gore zu vertuschen.(PC-WELT, 24.03.2000, dpa/ hr)

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