29.08.2000, 12:13

Liane Dubowy

1,13-GHz-Prozessor von Intel gestoppt

Während AMD seinen 1,1-GHz-Prozessor vorgestellt hat, musste Intel nun die Produktion seines 1,13-GHz-Pentium III wegen Fehlerhaftigkeit stoppen. Bereits ausgelieferte Prozessoren ruft der Hersteller nun zurück. Tests hatten ergeben, dass Funktionsstörungen bei einigen Code-Sequenzen unter bestimmten Bedingungen zum Systemabsturz führen können.
Intel hat die Produktion seines 1,13-Gigahertz-Pentium III-Chips gestoppt. Während Konkurrent AMD gerade seinen 1,1-GHz-Prozessor Athlon vorgestellt hat, muss Intel nun seine bereits ausgelieferten Prozessoren zurückrufen. Tests hatten ergeben, dass Funktionsstörungen bei einigen Code-Sequenzen unter bestimmten Bedingungen zum Systemabsturz führen können.
Intel-Techniker hatten das Problem konkretisiert, nachdem sie von Testern außerhalb des Unternehmens darauf aufmerksam gemacht worden waren, gab Intel-Sprecher George Alfs an. Die Fehler seien nur bei einigen Einheiten unter bestimmten Temperaturbedingungen im Labor aufgetreten. Von Kunden habe das Unternehmen bislang keine Fehlermeldungen erhalten.
Aufgrund dieser Testergebnisse habe Intel die Produktion des Chips gestoppt und werde sie erst wieder aufnehmen, wenn das Problem genau identifiziert und gelöst wurde, so Alfs. Es könne daher einige Monate dauern, bis der Chip wieder in die Produktion gehe.
Intel hatte seit Ende Juli begrenzte Mengen des 1,13-GHz-Pentium III-Prozessors an einige Unternehmen ausgeliefert. Nach Angaben des Intel-Sprechers handle es sich dabei jedoch nur um geringe Mengen des Chips. Intel arbeite nun mit den PC-Herstellern, die bereits solche Prozessoren erhalten haben, zusammen, um gemeinsam eine Lösung für das Problem zu finden. Endverbraucher, die einen der seltenen 1,13-GHz-Intel-Chips besitzen, werden aufgefordert, nicht Intel direkt, sondern ihren Händler zu kontaktieren.
Nur wenige PC-Hersteller, darunter Dell und IBM, hatten bereits Systeme mit dem neuen Intel-Prozessor angeboten. Dell etwa kontaktiert nun die betroffenen Kunden und bietet diesen stattdessen Rechner mit 1-Ghz-Chips an. IBM habe sein Angebot eines High-End Aptiva mit Intel 1,13-GHz-Prozessor ebenfalls von der Website genommen, nachdem das Problem bekannt wurde, gab Tim Blair, Unternehmenssprecher von IBM bekannt.
Will Intel sich nun noch mit einem 1,13-GHz-Prozessor als dem schnellsten Chip am Markt profilieren, bleibt dem Unternehmen nur noch wenig Zeit. (PC-WELT, 29.08.2000, lmd)
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