Frank Domagalla, Pressesprecher der Deutschen Telekom, betonte gegenüber PC-WELT, dass der Rosa Riese selbst keine Dialer vertreibe oder einsetze. Die Telekom würde lediglich das Inkasso für die Dialer-Betreiber übernehmen. Die Kosten für jeden Zugang via Dialer werden auf der Telefon-Rechnung aufgeführt. Deshalb empfiehlt die Telekom jedem Kunden, einen Einzelverbindungs-Nachweis zu beantragen, bei dem die letzten drei Stellen der Telefonnummer nicht verschlüsselt sind. Nur so könne bei einer juristischen Auseinandersetzung die Herkunft des Dialers zweifelsfrei geklärt werden.
Wichtig: Falls Ihnen ein Betrag auf Ihrer Telefon-Rechnung merkwürdig vorkommt, so sollten Sie dagegen sofort schriftlich bei der Telekom Einspruch mit einer detaillierten Begründung einlegen. Die Telefonrechnung sollten Sie jedoch - abzüglich des strittigen Betrages - bezahlen, da Ihnen sonst die Telekom im schlimmsten Fall den Telefon-Anschluss abschaltet.
Frank Domagalla betonte in Zusammenhang mit dem berühmt-berüchtigen
300-Euro-Dialer,dass dieser - abgesehen von der moralischen Bewertung - juristisch gesehen in Ordnung war. Sofern der Betreiber eines Dialers den Kunden ausdrücklich auf die entstehenden Kosten hinweise und der Dialer nicht heimlich und automatisch eine Verbindung zum Internet aufbau, sei er korrekt. Dies war auch beim 300-Euro-Dialer der Fall, wie auch PC-WELT seinerzeit bemerkte.
Domagalla sieht am Beispiel der Dialer jedoch ein grundsätzliches Problem bei vielen Internet-Nutzern: Deren Sicherheits-Empfinden sei nicht ausreichend geschärft. Viele Surfer würden alle aufpopenden Fenster sofort mit "Ja" wegklicken, ohne den begleitenden Text zu lesen. Zudem seien vielfach die Sicherheits-Einstellungen im Internet Explorer und in den Firewalls - sofern vorhanden - zu lasch eingestellt. Hier könnten die Internet-Nutzer selbst viel tun, um das Risiko, sich einen Dialer einzufangen zu reduzieren.
Im Februar war auch T-Online "Opfer" eines Dialers
(PC-WELT berichtete).Ein Internet-Ganove verbreitete einen kostspieligen 0190-Dialer, indem er ihn als Software-Update von T-Online ausgab. Die Telekom konnte jedoch über die Nummer des Dialers den Urheber ausfindig machen und geht nun rechtlich gegen den Vertreiber vor.
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