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Youtube vs. Gema - 600 Videos müssen nicht gelöscht werden

Freitag den 27.08.2010 um 14:26 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Vor dem Landgericht Hamburg hat die Gema im Streit mit Youtube eine Niederlage erlitten.

Die Gema hatte Youtube im Mai 2010 dazu aufgefordert, rund 600 Videos zu löschen oder den Zugriff von Deutschland aus darauf zu sperren, die nach Ansicht der Gema und acht weiteren Musikautorengesellschaften illegal bei Youtube abzurufen sind. Youtube kam dieser Aufforderung nicht und die Gema wollte nun am Freitag (27. August) vor dem Landgericht Hamburg eine Einstweilige Verfügung gegen Youtube erwirken.

Vor dem Landgericht Hamburg erlitt die Gema allerdings eine Niederlage. Das Gericht lehnte am Freitag ab, in diesem Fall eine Einstweilige Verfügung gegen Youtube auszusprechen. Die Entscheidung wird damit begründet, dass keine Dringlichkeit vorliege und die Gema das Hauptsacheverfahren abwarten solle, in dem der Streit zwischen den beiden Parteien geklärt werde. Neben der Gema sind acht weitere europäische und US-amerikanische Musikverwertungsgesellschaften an diesem Fall beteiligt.

Youtube und die Gema verhandeln bereits seit Frühjahr 2009 über eine neue Lizenzregelung. Eine Einigung konnte aber bisher nicht erzielt werden und seit März 2009 zahlt Youtube keine Gema-Abgaben. Letztendlich dreht sich der Streit darum, wie viel Youtube pro Klick auf ein Musik-Video an die Gema zahlen muss. Google hatte im März 2009 durchsickern lassen, dass die Gema 12 Cent pro übertragenes Musik-Video verlange . Das wiederum hatte die Gema öffentlich dementiert und von 1 Cent pro übertragenem Stream gesprochen.

Selbst 1 Cent pro Stream will Google aber nicht akzeptieren und verweist darauf, dass man in anderen Ländern deutlich weniger pro Klick auf ein Musik-Video zahlen müsse. Letztendlich zahlt Youtube aber pro Video-Klick nicht nur die Abgabe an die Gema, sondern auch für das Video selbst.

Freitag den 27.08.2010 um 14:26 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

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