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Bundesnetzagentur sperrt Abzockernummern

Die Bundesnetzagentur hat in den letzten Wochen eine ganze Reihe von Rufnummern gesperrt und Inkasso-Verbote verhängt, weil sie von Betrügern missbraucht wurden. Darunter sind auch etliche 0137-Nummern, die an sich für Tele-Voting gedacht sind.

Die Branche der Telefon-Abzocker ist nach wie vor recht aktiv, trotz mehrfach verschärfter gesetzlicher Regelungen und des Durchgreifens der Bundesnetzagentur . Diese hat auch in den letzten Wochen wieder von Abzockern missbrauchte Rufnummern gesperrt sowie Rechnungslegung und Inkasso für diese Nummern untersagt.

Ein solches Inkasso-Verbot bedeutet, dass Telefongesellschaften die Gebühren für Anrufe bei den betroffenen Rufnummern ihren Kunden nicht in Rechnung stellen und, soweit dies bereits geschehen ist, die Gebühren nicht abbuchen oder eintreiben dürfen. Die Bundesnetzagentur regiert mit dieses Sperrungen vor allem auf Beschwerden betroffener Verbraucher. Diese können die Regulierungsbehörde telefonisch oder per Web-Formular auf Rufnummernmissbrauch hinweisen. Im PC-Welt-Forum können Sie sich über Erfahrungen mit Abzockern austauschen.

Die nunmehr gesperrten 0137-Nummern wurden nach Angaben von computerbetrug.de missbraucht, indem den Angerufenen vorgetäuscht wurde, sie hätten eine SMS erhalten. Um die diese SMS frei zu schalten, sollten sie eine angegebene 0137-Nummer anrufen. 0137-Nummern sind eigentlich für das Tele-Voting gedacht, wie etwa bei "DSDS" oder anderen TV-Sendungen mit Zuschauerbeteiligung.

Auch eine beliebte Masche der Abzocker sind nach wie vor Lockanrufe, die einen Rückruf provozieren sollen. Ein Telefon-Computer ruft wahllos Telefonnummern an und legt nach einmaligem Klingel wieder auf. Dabei wird zum Beispiel eine 0137-Nummer als anrufende Telefonnummer übertragen. Ruft jemand daraufhin zurück, werden pro Anruf 50 Cent oder mehr fällig.

Eine andere, weiterhin praktizierte Methode sind Anrufe mit Gewinnversprechen. Ein oft ebenfalls Computer-gesteuerter Anruf spielt eine aufgezeichnete Ansage ab, laut der die Angerufenen ein Auto oder Geldpreise gewonnen hätten. Sie sollen dann eine teure 0900-Nummer anrufen, um ihren vermeintlichen Gewinn zu erhalten. Dabei wird häufig keine Anrufernummer übertragen, was an sich schon unzulässig ist.

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