Patentstreit
Apple entgeht Rekordstrafe von 625 Millionen Dollar
Glück gehabt: In einem Patentstreit mit der Firma Mirror Worlds hat ein Richter ein Urteil kassiert, das Apple zu einer Entschädigung von 625 Millionen US-Dollar verdonnerte. Der iPhone-Hersteller wurde in allen Anklagepunkten freigesprochen.
Seit 2008 läuft der Streit mit Mirror Worlds, einem Unternehmen von David Gelernter, Professor für Computerwissenschaften an der Yale Universität. Die Patente, die Mirror Worlds für sich beansprucht, betreffen Kernfunktionen der modernen Apple-Betriebssysteme auf iPhone und Mac-Computer. So ist etwa CoverFlow davon betroffen, das Programme, Musik, Fotos und Videos in einer dreidimensionalen Ansicht darstellt. Außerdem geht es um die Suchfunktion Spotlight und die Software Time Machine, die Sicherungsdateien des Betriebssystems Mac OS erstellt.
Im Oktober 2010 schien der Streit beigelegt, als ein texanisches Gericht Mirror Worlds in allen Anklagepunkten Recht gab und Apple zur Zahlung von 625,5 Millionen Dollar verurteilte. Daraufhin beantragte der iPhone-Hersteller eine Aussetzung des Urteils. Nach Meinung des Unternehmens gab es "Unklarheiten" mit zwei der drei Patenten. Außerdem bemängelte der iPhone-Hersteller die Höhe der Strafsumme für die drei Patente.
Der aktuelle Freispruch dürfte selbst Apple überrascht haben. Der Richter begründete seine Entscheidung mit einer "fehlenden Grundlage" für die Patentverletzungen. Mirror Worlds konnte zwar seine Anklagepunkte überzeugend vortragen, aber nicht ausreichend mit Beweisen unterfüttern.


