Google Maps-Update
Google Maps 5 bringt Offline-Navigation und 3D-Gebäude
Der Suchmaschinen-Riese Google ist in der letzten Zeit äußerst fleißig. Gestern stellte er die neue Android-Version 2.3 (Gingerbread) und das Samsung Nexus S vor, außerdem wird in den nächsten Tagen auch eine völlig überarbeitete Version der Kartensoftware Google Maps ausgeliefert.
Version 5 wird wie auf dem PC in Zukunft auch auf dem Handy nicht mehr in schnödem 2D kommen, sondern zeigt Gebäude dreidimensional. Möglich macht das die Technik Dynamic Map Drawing, mit der Vektoren statt einfacher flacher Karten dargestellt werden können. Dadurch sollen keine ruckelnden Übergänge mehr sichtbar sein. Zu Beginn werden aber nur etwa 100 Städte mit 3D-Gebäuden versehen sein. Außerdem kann man in der neuen Version die Karten mit zwei Fingern drehen und sogar den Betrachtungswinkel ändern – das Vergrößern per Multitouch bleibt zusätzlich möglich. Karten sollen in Google Maps 5 trotz der 3D-Darstellung viel schneller aufgebaut werden, da die benötigten Daten etwa 100 mal kleiner sind.
Dadurch wird eine weitere neue Funktion möglich: Google Maps 5 merkt sich automatisch Teile der Karten. Wer also häufig die gleichen Routen verwendet, wird diese auch ohne Internet-Zugang nutzen können. Erst, wenn man davon abweicht, wird wieder eine Datenverbindung benötigt. Eine Speicherfunktion, durch die aus Google Maps eine echte Onboard-Navigation wird, ist aber nicht implementiert. Mit der neuen Version wird auch die Nutzung des elektronischen Kompass möglich, der in neue Android-Smartphones eingebaut ist. Damit dreht sich die Karte mit, sobald man das Handy neu ausrichtet. Besonders für die Fußgängernavigation ist das sehr hilfreich.
Die neuen Funktionen werden auf Android-Handys nur dann nutzbar sein, wenn sie 3D-Rendering und volles Multitouch beherrschen, schreibt das Technik-Blog Engadget. Zur Liste vollständig kompatibler Geräte gehören das Motorola Milestone und dessen Nachfolger Milestone 2, das HTC Desire Z und die Samsung-Modelle Galaxy S und Nexus S. das erste Google-Handy Nexus One wird hingegen die neue Maps-Version nicht nutzen können. Es bewältigt zwar die 3D-Darstellung, allerdings beherrscht es kein volles Multitasking, so Engadget.


