Anti-iPhone-Front zeigt Wirkung
Apple knickt bei SIM-Karten-Plan ein
Der massive Protest der Netzbetreiber hat anscheinend Wirkung gezeigt. Apple ist wieder von den Plänen abgerückt, in das nächste iPhone eine SIM-Karte zu integrieren, die auf jeden beliebigen Mobilfunkanbieter programmiert werden kann.
Das berichtet die britische Wochenzeitung The Sunday Telegraph.Das Blatt zitiert eine "hochrangige Quelle" mit den Worten: "Apple versucht seit langem, die Beziehungen zum Kunden zu verstärken und die Netzbetreiber deshalb herauszunehmen. Aber dieses Mal wurden sie wie ein geprügelter Hund an das Zeichenbrett zurückgeschickt."
Gerüchten zufolge plante Apple, eine spezielle SIM-Karte fest in seine Smartphones zu integrieren. Sie soll im Auslieferungszustand noch keinem Netzbetreiber zugeordnet sein. Erst bei der Aktivierung des Telefons könne sich der Kunde einen Mobilfunkanbieter und die passenden Services aussuchen, ohne dazu einen Mobilfunk-Shop besuchen zu müssen. Apple arbeitet dazu angeblich mit der US-Sicherheitsfirma Gemalto zusammen.
Nach Informationen der Financial Times stößt das den europäischen Netzbetreibern bitter auf. Sie werfen Apple vor, dadurch ihre Endkundenbeziehungen schwächen zu wollen. Große Anbieter wie France Telecom, Vodafone und Telefònica haben deshalb gedroht, die kommende Generation des Apple-Handys nicht mehr verbilligt anzubieten, sondern den vollen Preis an die Kunden durchzureichen. Nach Einschätzung des Analysten Robin Bienenstock von Bernstein Research könnte das zu einem Rückgang von 12 Prozent bei den iPhone-Verkäufen führen.


