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Symbolleisten: Aufs Longhorn genommen
Auf dem Desktop des durchgesickerten Longhorn präsentiert sich eine großzügige Leiste - die neue Sidebar. Lässig an der Sidebar gelehnt: So sollen hier eingeblendete Komponenten unentbehrliche Infos zeigen oder Aufgaben von Programmen übernehmen, um den übrigen Desktop freizuhalten. Wer Linux einsetzt, kennt das Prinzip von Gnome und KDE, deren Leisten sich ebenfalls mit allerlei Mini-Programmen ausbauen lassen. Bei den frühen Longhorn-Versionen ist das mitgelieferte Komponenten-Angebot noch mager: Eine Zeitanzeige, eine Diashow für Bilder, eine Liste zuletzt aufgerufener Programme.
Mit Hilfe der undokumentierten Funktionen der Windows-Symbolleisten lässt sich eine Sidebar auch heute schon aufbauen. Das Paket "PC-WELT Bluebar" bietet einige vorbereitete HTML-Dateien, die speziell für Symbolleisten konzipiert sind: Eine Zeitanzeige mit Datum, einen Monatskalender, eine Eingabemaske für die Suche bei Google und den PC-WELT Newsticker. Er holt bei bestehender Internet-Verbindung Nachrichten von beliebigen Webseiten, die einen standardisierten Newsfeed im RDF-Format bieten. Einige Webseiten sind bereits voreingestellt, weitere Seiten können Sie selbst hinzufügen. Bei Windows 2000 und XP können drei zusätzliche, undokumentierte Symbolleisten die eigene Sidebar ergänzen: Die Ordner-Struktur des Windows Explorers, in der Sie flott zu Verzeichnissen navigieren und per Klick in einem neuen Explorer-Fenster öffnen. Außerdem eine Spalte mit den "Favoriten" sowie der komplette "Verlauf" des Explorers.
Auf den Nachbau einer sinnfreien Diashow haben wir bewusst verzichtet, ebenso auf die überdimensionierte Uhr der Longhorn-Sidebar. Funktionen - und nicht Formen - stehen im Vordergrund. Und damit Sie die benötigten Registry-Einträge nicht für jede Symbolleiste selbst erstellen müssen, erledigt den Job die Jscript-Anwendung BLUEBAR.HTA. Einziger Wermutstropfen: Die dynamischen HTML-Inhalte unserer Dateien erfordern den Internet Explorer ab Version 5.5. Kopieren Sie alle Dateien der Bluebar in ein Verzeichnis Ihrer Wahl und die Installation ist damit schon erledigt. Starten Sie die Anwendung BLUEBAR.HTA per Doppelklick. Eine Liste zeigt die angebotenen Symbolleisten, die Sie per Mausklick einzeln auswählen. Gehen Sie dann auf "Übernehmen", um die Auswahl zu bestätigen. BLUEBAR.HTA erzeugt daraufhin die benötigten Registry-Einträge automatisch.
Die Änderungen sind nicht sofort sichtbar, zuerst aktualisieren Sie den Desktop mit einem Klick auf eine freie Stelle und der Taste <F5>. Nach einigen Sekunden sehen Sie im Kontextmenü "Symbolleisten" der Taskleiste die neuen Einträge. Wählen Sie die gewünschten Leisten aus und ziehen Sie die frischen Symbolleisten aus der Taskbar (anhand des Trennstrichs vor dem Titel mit gedrückter linken Maustaste) an einen Rand des Desktops. Sie sparen übrigens in der Höhe Platz, indem Sie einen der Trennstriche rechts anklicken und "Titel anzeigen" abwählen. Um eine Symbolleiste nicht nur auszublenden, sondern ganz aus dem Kontextmenü zu löschen, starten Sie BLUEBAR.HTA, nehmen den Haken vor einem Eintrag weg und gehen Sie wieder auf "Übernehmen". Noch mehr Details bietet die Hilfe-Funktion und fortgeschrittene Anwender erfahren mehr im Jscript-Quelltext von BLUEBAR.HTA.
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