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  #1 (permalink)  
Alt 01.02.2012, 16:17
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Produktivität und Kosten von 2 Monitoren? Vorteile

Hallo zusammen,

mein AG möchte für jeden Arbeitsplatz (ca. 3000 PC-Arbeitsplätze) zwei TFT-Flachbild-Monitore aufstellen, da einige Kollegen immer wieder mal gemeckert haben, dass es sich mit zwei Monitoren deutlich effizienter arbeiten lässt, weil man nicht ständig zwischen verschiedenen Fenstern springen muss ... Der hat sich (leider) dazu irgendwie damit einverstanden erklärt.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich auch immer gedacht habe, dass zwei Monitore das Arbeiten erleichtern würden. Mittlerweile habe ich aber in einer Testphase zwei Monitore am Arbeitsplatz gehabt (ich gehörte eben zu diesen "Testpersonen"). Ich bin allerdings fast der einzige, der dem AG zurückgemeldet hat, dass ein zweiter Monitor eben nicht notwendig ist und dass es eher ein Nice to have ist, das Arbeiten nicht wirklich, sprich gar nicht, effizienter macht, weil man zwar nicht zwischen den Fenstern auf einem Monitor hin und her wechseln muss, aber dafür ständig den Kopf drehen muss (vielleicht ist das sogar auf Dauer schädlich?) und dass dieses hin und herdrehen des Kopfes genauso lang oder kurz dauert, wie zwischen den Fenstern mit der Tastenkombi Alt + Tab umzuschalten. Gut, das ist meine ganz subjektive Meinung und ich bin der Meinung, dass zwei Monitore eher Vorteile bzgl. der Bequemlichkeit haben.

Gibt es aktuelle Studien, die belegen, dass zwei oder sogar drei Monitore günstiger sind, als "nur" einer? Mit "günstiger" meine ich, ob die Arbeit an einem PC-Arbeitsplatz durch einen zweiten Monitor wirklich deutlich effizienter und produktiver macht? Kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber ich lasse mich sehr gerne eines Besseren belehren. Mit "günstiger" meine ich i. V. m. der Effizienz und Produktivität auch die Kosten für jeweils einen zweiten Monitor und dessen Stromkosten. Sagen wir beispielsweise ein Monitor kostet 250 €. Das wären bei 3000 Stück 750.000 €. Hinzukommen die Stromkosten von jährlich insgesamt 75.000 €. Dabei bin ich davon ausgegangen, dass ein Monitor jährlich 25 € kostet. Täglich läuft ein Monitor acht Stunden, eher sogar länger. Im Stand-By wären sie dann folglich 16 Stunden, eher weniger und ausgeschaltet, das weiß ich von sehr vielen Kollegen, sind die nie. Also laufen die Dinger auch übers Wochenende im Stand-By-Betrieb.

Wie viel schneller muss also ein jeder Kollege arbeiten, um diese 750.000 € für die Monitore und die jährlichen immer wiederkehrenden Kosten i. H. v. 75.000 € zu rechtfertigen? Also wie viel schneller, um Arbeiten schneller zu erledigen, um also Lohn zu sparen!?

Bitte um eure Antworten, Meinungen ...

Vielen Dank im Voraus.

Schöne Grüße

DU

PS: Ich will es gar nicht abstreiten, dass es evtl. Jobs gibt, die einen zweiten oder gar dritten Monitor rechtfertigen. Vielleicht Grafiker, Designer, Werbetexter ... Bei uns arbeiten aber i. d. R. die Kollegen mit meist einer Software, bei der man bereits innerhalb dieser Software mit mehreren Tabs arbeiten kann und somit auch zwischen diesen hin- und herschalten kann. Hinzukommt bei einigen Kollegen eine zweite Software, mit der regelmäßig gearbeitet wird. Und dann gibts einige wenige Kollegen, die mit drei oder vier verschiedenen Softwares parallel arbeiten. Bei der einen Software ist das Arbeiten damit allerdings echt bescheiden, da man nicht mehrere Tabs in dieser öffnen kann, sondern jedes Fenster neu geöffnet werden muss. Aber diese Kollegen bräuchten dann nicht zwei Monitore, sondern mind. fünf!
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  #2 (permalink)  
Alt 01.02.2012, 18:05
Benutzerbild von mike_kilo
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In den meisten Fällen wäre es vielleicht besser angebracht, anstatt eines 2. Monitors ein Tool für multiple Desktops einzurichten. Wenn 3-4 Fenster nicht auf den Screen passen, verschiebt man die weiteren F. auf den virtuellen Desktop #2, #3 usw. und kann blitzschnell hin- und herschalten.
In Linux-Distris ist solche Funktion schon lange Praxis.
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  #3 (permalink)  
Alt 01.02.2012, 18:22
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Also ich möchte meinen zweiten Monitor keinesfalls mehr missen.
Immer dann, wenn man zwei Fenster in Bildschirmgröße gleichzeitig vor Augen haben muss, macht sich die Anschaffung definitiv bezahlt.
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  #4 (permalink)  
Alt 01.02.2012, 18:30
Benutzerbild von mike_kilo
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Zitat:
Also ich möchte meinen zweiten Monitor keinesfalls mehr missen
ich auch nicht privat, aber im Kommerzbereich muss man nach kostengünstigeren Alternativen Ausschau halten.
Außerdem stellt sich die Frage, ob alle Office-PCs auch mit passenden Grakas ausgestattet sind. Ich komme oft in Firmen herum und sehe immer wieder alte Grakas mit VGA-Port und Ende ist.
Viel Spaß für den AG, der auch noch zahlreiche Grakas auswechseln lassen muss. Könnte ein Fass ohne Boden werden.
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  #5 (permalink)  
Alt 01.02.2012, 18:39
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Zitat:
Viel Spaß für den AG, der auch noch zahlreiche Grakas auswechseln lassen muss.
Dies ist im Falle des TO nicht relevant, denn der AG hat sich bereits festgelegt pro AP einen zweiten Monitor zu installieren. Somit dürfte die Kosten- und Aufwandsfrage geklärt sein.
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  #6 (permalink)  
Alt 01.02.2012, 18:42
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Zitat:
Zitat von mike_kilo Beitrag anzeigen
In den meisten Fällen wäre es vielleicht besser angebracht, anstatt eines 2. Monitors ein Tool für multiple Desktops einzurichten. Wenn 3-4 Fenster nicht auf den Screen passen, verschiebt man die weiteren F. auf den virtuellen Desktop #2, #3 usw. und kann blitzschnell hin- und herschalten.
In Linux-Distris ist solche Funktion schon lange Praxis.
Du meinst solche Tools wie diese hier

http://www.chip.de/Downloads-Downloa...category=38948

?

Wie funktionieren die genau?

Ich habe einen Monitor, also einen "festen" Desktop und andere geöffnete Programme kann ich anderen virtuellen, temporären Desktops zuweisen, um auf diese blitzschnell zugreifen zu können?!
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  #7 (permalink)  
Alt 01.02.2012, 18:44
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Zitat:
Zitat von Falcon37 Beitrag anzeigen
Dies ist im Falle des TO nicht relevant, denn der AG hat sich bereits festgelegt pro AP einen zweiten Monitor zu installieren. Somit dürfte die Kosten- und Aufwandsfrage geklärt sein.
Mein AG möchte ... Eine abschließende Entscheidung ist noch nicht gefallen. Daher meine Nachfrage. Ich will ihm klarmachen, dass er quasi viel Geld zum Fenster rauswirft!

Würden sich also zweite Monitore rechnen?
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  #8 (permalink)  
Alt 01.02.2012, 18:51
Benutzerbild von mike_kilo
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Zitat:
Ich habe einen Monitor, also einen "festen" Desktop und andere geöffnete Programme kann ich anderen virtuellen, temporären Desktops zuweisen, um auf diese blitzschnell zugreifen zu können?!
Genauso! Meistens ein kleines Icon unten im Systray, mit dem sich umschalten lässt. Oft auch per Hotkey zu steuern.
Zitat:
Ich will ihm klarmachen....
Berichte ihm von der Option und/oder frag' in der Fa., was die Mitarbeiter davon halten.
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Zitat:
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  #9 (permalink)  
Alt 01.02.2012, 19:07
Benutzerbild von kalweit
Hüter der Glaskugel
 
Registriert seit: 04.2000
Beiträge: 25.125
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Es hängt von den verwendeten Programmen und den konkreten Arbeitsabläufen ab. Allgemein kann man sagen: um so mehr Daten per Drag and Drop zwischen Programmen ausgetauscht werden, um so mehr Sinn machen mehrere Monitore und ggf. sogar alternative Eingabegeräte. Eine Zeitersparnis von 50% und mehr (für den konkreten Vorgang) ist durchaus realistisch. Allerdings blind alle Arbeitsplätze entsprechend auszurüsten, ist einfach nur besche.....
__________________
You get out what you put in.

Hinweis: Außerhalb der Technik werden ironische Textabschnitte nicht immer gesondert gekennzeichnet.
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  #10 (permalink)  
Alt 03.02.2012, 12:19
Benutzerbild von don lupo
Kbyte
 
Registriert seit: 03.2002
Ort: Salzburg, at
Beiträge: 180
@ Der Unbeugsame:

Zum Thema Effizienz bei der Arbeit:
Das hängt wesentlich vom Fluss und von der Art der Arbeit ab. Abhängig davon kann ein zweiter Monitor wirklich notwendig sein, oder aber auch nur einfach ganz nett, aber nicht unbedingt notwendig.
Bei meiner Arbeit z. B. muß ich Inhalte von AutoCAD Zeichnungen mit Excel-Listen abgleichen, und zwar zeilenweise. Würde ich bei jeder Zeilen zwischen den Programmen hin- und herschalten müssen dann käme ich zu gar nichts mehr.

Ergonomie:
Wenn die Monitore groß genug sind (min. 18") und Abstand sowie Aufstellwinkel auch ok sind, dann ist ein Kopfdrehen nicht notwendig, weil der Winkel klein genug ist um nur mit Augenbewegungen erledigt zu werden.

Achtung für Benutzer mit Gleitsichtbrillen:
Bekannterweise haben (billige) Gleitsichtgläser im mittleren Entfernungsbereich nur einen sehr schmalen Streifen, in dem die Gläser optisch wirksam sind. Hier müsste dann mit Drehen des Kopfes gearbeitet werden, weil man sonst bei Augendrehung durch den optisch inaktiven Teil des Glases sieht und die linken und rechten äußeren Ränder der Monitorgruppe unscharf gesehen werden.
Abhilfe: Anschaffung von hochwertigen Gleitsichtgläsern (z. B. Zeiss Gradual I, Kostenpunkt: ca.250-270 EUR pro Glas).

Bezüglich Wirtschaftlichkeit kann ich dir nicht weiterhelfen, jedoch habe ich mich so sehr an den Komfort von zwei Monitoren gewöhnt, dass ich sie auch im privaten Bereich nicht mehr missen möchte.

Ich hoffe, dass dir meine Erfahrungen weiterhelfen.

Grüße,
don lupo
__________________
Wenn Du lange genug am Fluß sitzst, siehst Du eines Tages die Leiche Deines Feindes vorbeitreiben.
Sun Tsu - Die Kunst des Krieges
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