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12.06.2012, 11:21 #1
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Vorgehen bei Datenrettung von Samsung-HDD mit defekten Sektoren
Nachdem ich jetzt voraussichtlich Ende der Woche meinen neuen Rechner zusammenbauen werde, eine wichtige Frage zu meiner alten Festplatte:
In meinem alten Rechner habe ich eine Samsung Spinpoint 400GB HDD verbaut (Systempartition und mehrere sekundäre Partitionen vorhanden).
Während einem Acronis Backup bzw. Image-Erstellung meiner C-Partition hat Acronis Sektorenfehler gemeldet und den Backupvorgang abgebrochen (Platte hat angefangen zu klackern).
Das Klackern kam nur an der Stelle mit den defekten Sektoren.
Seither habe ich den Shuttle erstmal aus gelassen und mit meinem Notebook weitergearbeitet.
Die Frage ist - wie gehe ich jetzt am geschicktesten vor, um die Daten noch zu sichern?
Am besten ich baue die Platte als erstes aus und hänge sie in den neuen Rechner an einen freien SATAII-Port, oder?
Sollte ich dann mit HDD Tune, chkdsk oder Ähnlichem versuchen, die defekten Sektoren zu markieren?
Allerdings bekomme ich dann nicht heraus, welche Daten auf diesen Sektoren lagen, oder?
Auf einer externen HDD habe ich noch Images von den Partitionen. Diese sind allerdings schon ca. 3 Monate alt.
Gut wäre z. B. auch, wenn ich eine Software hätte, die wenn sie beim Kopiervorgang bei einem defekten Sektor landet, diesen im Log angibt und dann überspringt bzw. weiter macht.
Ich freue mich über jede Hilfestellung diesbezüglich.
Vielen Dank im Voraus.
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12.06.2012, 11:54 #2
Im neuen Rechner brauchst Du das Betriebssystem der alten 400er sowieso nicht.
Also alles einfach auf andere Platte kopieren.TeraCopy bietet sich an.
Bin mir jetzt aber nicht sicher ob/wann Meldung kommt, beim Abbruch aufgrund fehlerhafter Dateien.Liebe Nutzer, aufgrund eines aktuellen technischen Problems ist die PC-WELT zur Zeit immernoch erreichbar.
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12.06.2012, 12:08 #3
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Das OS brauche ich im neuen Rechner nicht (jetzt Windows 7 x64).
Blöderweise liegen aber sehr viel wichtige Dateien auf dem Desktop bzw. unter Eigene Dateien, weil ich da ständig daran arbeite.
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12.06.2012, 12:41 #4
Je weniger, die Platte noch läuft, um so besser. Nachdem defekte Sektoren mit chkdsk markiert sind, kann man in einem Stück Daten sichern. Bis dahin können aber weitere Sektoren kaputt gehen und ein noch größerer Datenverlust entstehen.
Wenn die Platte noch läuft ohne Klackern könnte man wichtige Dateien und Verzeichnisse kopieren, bis sie wieder anfängt zu klackern. Das ist etwas Risiko, aber wenn du weißt, was unbedingt noch gesichert werden muss, kannst du gezielt darauf zugreifen und die Sachen auf eine andere Festplatte kopieren. Was kopiert ist, ist dann schon mal gerettet.║▌║█║║▌║█║ Warnung! Falscher oder fehlender Kaffee - Benutzer angehalten --(◔̯◔)--
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12.06.2012, 19:54 #5
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Also als Vorgehensweise habe ich mir jetzt mal Folgendes überlegt:
1. Images von externer Backup-Festplatte auf neuem Rechner einspielen
2. Festplatte mit defekten Sektoren in neuem Rechner an internen SATA-Port hängen
3. Inhalt der Partitionen mit Beyond Compare vergleichen
4. fehlende/alte Daten mit TeraCopy (vorausgesetzt das ist überhaupt für diesen Zweck geeignet) rüberkopieren
Was haltet ihr davon?
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12.06.2012, 19:58 #6
Soll dann von der Festplatte mit dem wiederhergestellten Image gebootet werden? Wenn das Mainboard des PC einen anderen Chipsatz hat, wird es höchstwahrscheinlich einen Bluescreen geben, weil dann falsche Treiber geladen werden.
║▌║█║║▌║█║ Warnung! Falscher oder fehlender Kaffee - Benutzer angehalten --(◔̯◔)--
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12.06.2012, 20:08 #7
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Nein, mir geht es rein um die Daten.
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19.06.2012, 22:39 #8
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Was mir noch eingefallen ist:
Den Virenscanner werde ich vermutlich unbedingt abschalten müssen, da der sicherlich nur blockiert.
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13.09.2012, 09:22 #9
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Abschließend mal noch für alle Interessierten das Ergebnis von meiner Datenrettung.
Bei der Vorarbeit gab es schon Probleme:
Ich wollte die alten Acronis-Images (Daten) mit der neuen Acronis-Version zurückspielen bzw. "entpacken".
Letztendlich war das leider nicht möglich und ich musste unter einer XP-VM das alte Acronis installieren und damit dann die Images mounten.
Folgendes habe ich danach (gemäß meiner zuvor erstellten Anleitung) durchgeführt:
1. Energieverwaltung auf Dauerbetrieb einstellen
2. Virenscanner komplett abschalten
3. Indexdienst deaktivieren und beenden
4. Dienst „Defragmentierung“
5. automatische Defragmentierung in der Aufgabenplanung deaktivieren
6. Dienst „Windows Defender“ deaktivieren
7. Einstellung in Registry vornehmen, dass letzter Dateizugriff unter NTFS nicht gespeichert wird
8. Rechner runterfahren und Festplatte mit den defekten Sektoren an schnellsten internen SATA-Port anschließen (unbedingt darauf achten: sollte dieser Port mit einem eSATA-Port „geshared“ sein, davor in jedem Fall das eSATA-Gerät vom Port abziehen)
Bei diesem Punkt hatte sich ein Denkfehler eingeschlichen und demnach ist leider auch ein Malheur passiert.
Auf der Platte mit den defekten Sektoren befand sich ja das Windows XP Pro Basissystem von meinem alten Rechner.
Beim Booten wurde dann natürlich komplett der Bootloader bzw. die Startinformationen von meinem Windows 7 System zerschossen.
Mit ziemlichem Aufwand habe ich dann aber wieder Windows 7 zum Laufen gebracht.
Ich habe dann einfach die Platte vom alten System während dem Betrieb von Windows 7 angesteckt.
9. Prüfen, ob unter den Eigenschaften der Partitionen noch der Haken für „Zulassen, dass für Dateien auf diesem Laufwerk Inhalte zusätzlich zu den Dateieigenschaften indiziert werden“ gesetzt ist und ihn ggf. entfernen
10. Inhalt der Partitionen mit Beyond Compare vergleichen/abgleichen (sollte ein anderes Tool zum Einsatz kommen, nach einer evtl. vorhandenen Option „Lesefehler ignorieren und protokollieren“ suchen und diese aktivieren)
11. Festplatte wieder ausbauen und ggf. Einstellungen wieder rückgängig machen
Soweit hatte das alles funktioniert und ich konnte alle Daten wiederherstellen.
Über Umwege ist es mir sogar noch gelungen das XP-System von der defekten Platte zu virtualisieren (offenbar lagen keine wichtigen Windows-Files auf den beschädigten Sektoren).
So konnte ich noch Programme öffnen und entsprechende Konfigurationen auslesen.
Was allerdings etwas komisch ist:
Der HDD-Test mit HDTune Pro kam zu dem Ergebnis, dass alles in Ordnung sei.
Laut den ausgelesenen SMART-Werten fällt auch nur der Wert "Current Pending Sector Count: 4" auf.
Gemäß dem abschließenden chkdsk-Test, sind angeblich alle Sektoren in Ordnung.
Habe die Platte mal im Schrank verstaut.
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