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Ergebnis 1 bis 2 von 2
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11.12.2006, 23:11 #1
Halbes Megabyte
- Registriert seit
- 05.2003
- Beiträge
- 995
Online-Kriminalität als Jugendkult
Die Schuld daran haben auch die Zeitungsverlage. Sie publizieren immer wieder Top-Schlagzeilen wie: Jede DVD knacken. DRM-Musik freischalten etc.
Was das mit der Zunahme an Kriminalität zu tun hat und was mit der glorifizierung von Hackern?
Die Zeitschriften versuchen mit reißerischern Schlagzeilen Käufer zu gewinnen. Doch die Zeitschriften schießen über das Ziel hinaus.
In einer der letzten Ausgaben Ausgabe einer Zeitschrift wird über die Möglichkeit zur Erstellung von Kopien - kopiergeschützter DVDs berichtet. Natürlich fehlt nicht der Hinweis, dass dies - sofern ein Kopierschutz existiert nicht legal ist. Doch gleich darauf die Aufforderung zum Verbrechen:Es wird der Wortlaut des Gesetztes zietiert und dann gesagt, dass viele Kopierschutzmechanismen einfach lächerlich sind und dass wenn diese geknackt werden, es die Schuld der Hersteller ist, wenn dies so einfach ist.
Für mich bedeutet das einen eindeutigen Aufruf zur Kriminalität. Denn wenn es den Herstellern nicht gelingt besser zu sein als die Hacker, die entsprechende Tools herstellen - dann sind die Hersteller schuld und nicht derjenige, der eine illegale Kopier anfertigt. Denn welcher Anwender kann entscheiden, wie gut ein Kopierschutz ist? Ich nicht - und die im Internet erhältlichen Tools zum knacken des Kopierschutzes (es wurde in dem Bericht genau erklärt, wo man diese Tools findet) knacken alles.
Für mich ein eindeutiger Aufruf zum Verbrechen. Genauso der Rest des Berichtes. Darin werden Seiten mit Seriennummern empfohlen und Tools zum Knacken von Passwörtern. Und und und. Alles unter dem Vorwand dem Kunden helfen zu wollen.
Somit werden Straftaten verharmlost. Das Gesetz mag Mist sein - aber es darf nicht aufgefordert werden es bewußt zu brechen. Dieses Recht hat keine Bürger und auch keine Zeitschrift. Es gibt legale Methoden und Möglichkeiten Gesetzte zu ändern.
Die Menschen und vor allem die Kinder und Jugendlichen verlieren jedes Rechtsbewußtsein. Und meinen sogar, dass Sie Kämpfer für das Recht auf Kopien sind. Und der Hinweis, dass es Tools gibt, die aus einer 30 Tage Demo - eine Vollversion ohne Begrenzung machen - ist genau das gleiche. Aufforderung zum Verbrechen.
Und Zwangsweise werden die Leute, die es schaffen Kopieen zu erstellen und Software freizuschalten schon mal als Top-PC-Freaks angesehen. Die Programmierer von Knackprogrammen, Keygeneratoren und Cracks - sind die Helden. Denn Sie nehmen es von den Reichen Softwaremultis und unterstützen die armen, armen User.
So nicht - es darf keinen Wundern, wenn das Rechtsbewußtsein verloren geht. Und das ganze nur weil einige Medienkonzerne ihren Zeitschriften höhere Auflagen ermöglichen wollen - sprich es geht ums Geldverdienen. Miese Geldmache sonst nix.
Jeder würde schreien, wenn es eine Anleitung zum Rentnerkillen mittels PKW geben würde - ohne erwischt zu werden. Genaue Anleitungen zum knacken von PKWs, dem Herstellen von gefälschten Papieren, dem Entsorgen von Spuren (DNA, Fingerabdrücke etc.) Eine genaue Anleitung mit Bilder und Quellhinweisen, wo es noch mehr und besser Anleitungen gibt. DAs ganze mit dem Hinweis, dass wir ja zu wenige Kinder haben und es zu viele alte Menschen gibt. Und somit die Renten nicht mehr sicher sind. Innerhalb von 10 Minuten wäre eine Polizeistreife beim Verlag und die Auflage würde beschlagnamt werde.
Es mag ein hartes Beispiel sein - aber der Vergleich passt.
Warum berichten Zeitschriften nicht Seitenweise über Verbrechen und was den Verbrechern droht. Welchen Schaden sie anrichten und wie die Strafen aussehen. Was den Straftätern droht und wie ihr Leben nach dem Knast aussieht? Das würde abschrecken - doch statt dessen geschieht genau das Gegenteil.
Gruß
-
12.12.2006, 14:25 #2
Byte
- Registriert seit
- 04.2006
- Beiträge
- 101
Gut gebrüllt, Löwe
Warum in den Medien darüber kaum geschrieben wird? Ganz einfach, weil's keinen interessiert!
Zitat von Shaghon
Erst, wenn ein Straftäter erwischt worden ist, wird berichtet, zu welcher Strafe er verdonnert worden ist, aber immer mit dem Augenmerk darauf, wieviele Programme er geknackt hat oder was er alles "erreicht" hat.
Das Problem liegt aber nicht nur bei Fachzeitschriften, sondern die gesammte "Medienlandschaft" ist ein einziges Schlachtfeld: Wer hat die "beste" Schlagzeile, wer meldet mehr Tote, wer bringt zuerst die Katastrophenmeldungen und, vor allem, wer hat die spektakulärsten Bilder....

Sei's drum, die "dunkle Seite" hat schon immer ihren Reiz gehabt und je mehr darüber berichtet wird, um so größer wird der Reiz.

Also bräuchten sich die Medien gar nicht darüber aufzuregen, weil sie zum Teil selbst daran schuld sind, aber wenn sie sich darüber aufregen, könnte das ja wieder die Auflage steigern ...
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