Silent Systeme
Wichtig für ein Slient System ist, dass keine kleinen und schnell drehenden Lüfter vorhanden sind. Diese erzeugen nur unnötigen Krach.
Es empfiehlt sich ein passiv gekühltes
Mainboard zu nehmen. Glücklicherweise ist auf aktuellen Boards kaum noch ein Lüfter zu finden, selbst die heißen High-End-Chipsätze werden dank Heatpipes passiv gekühlt. Je nach Einsatzzweck kann also in den oberen Rubriken nach einem geeigneten Mainboard geschaut werden.
Es empfiehlt sich aber, möglichst einen Chipsatz zu nehmen, der nicht mit Funktionen überladen ist, denn dieser erzeugt unnötig Hitze und verbraucht unnötig Strom. Für einen Bürorechner braucht man z.B. kein SLI-Mainboard mit 10 SATA-Kanälen, mehreren Netzwerkkarten und üppigen Übertaktungsfunktionen. Eine Onboard-Grafik ist hingegen durchaus nützlich, sofern nicht gespielt werden soll.
CPU:
Für einfachere Aufgaben dürfte ein kleinerer
AMD Athlon II X2 oder
Pentium Dual-Core genügen.
Bei höherem Leistungsbedarf könnten auch ein
AMD Phenom II X3 705e bzw. ein
AMD Phenom II X4 905e interessant sein. Diese CPUs benötigen allerdings nur unter Last weniger Energie als die "üblichen" Phenom II-CPUs, sodass der Kauf bei einem Office-Rechner, bei dem die CPU zumeist nichts zu tun hat, nichts bringt.
Als
Grafikkarte eignet sich gegebenenfalls eine passiv gekühlte Karte.
Hier kann/sollte jeder nach seinem Einsatzzweck und seinem Budget entscheiden.
(Nähere Fragen bitte im Kaufberatungsforum posten).
Zudem sollte man sich, sofern man eine aktiv gekühlte Grafikkarte mit hoher Leistung benötigt, über entsprechende Alternativkühler, wie z.B. dem
Scythe Musashi , informieren, die helfen den Lärmpegel zu senken.
Beim
CPU-Kühler sind zahlreiche Heatpipes und die Möglichkeit, einen langsam drehenden 120mm-Lüfter zu montieren, das A und O für eine (fast)lautlose Luftkühlung.
Möglich wären z.B.:
-
Thermalright Ultra-120 eXtreme
-
Thermalright IFX-14 Kühlkörper
-
Scythe Mugen 2
-
Prolimatech Megahalems
Diese Kühler brauchen ordentlich Platz und ihr Gewicht ist nicht zu unterschätzen.
Etwas praxistauglicher und preiswerter wären z.B.
-
Scythe Kabuto
-
Scythe Zipang 2
-
Scythe Ninja 2 Rev. B
-
EKL Alpenföhn Groß Clockner
-
EKL Alpenföhn Brocken
Lüfterempfehlungen (für Gehäuse und CPU-Kühler ohne eigenen Lüfter):
-
Scythe S-FLEX 800/1200, 120x120x25mm
-
Scythe Slip Stream
-
be quiet Silent Wings USC
-
120mm Yate Loon D12SL-12
-
Revoltec Dark * 120x120x25mm, 1200rpm
-
AeroCool Silver Lightning, 120x120x25mm, 1000rpm
Beim
Gehäuse ist es wichtig, dass es mindestens einen 120mm-Lüfter aufnehmen kann. Umschauen könnt ihr euch z.B. bei
Caseking
Beonders leise
Festplattenserien sind z.B.
-
Western Digital Caviar Green
-
Western Digital Caviar Blue
-
Samsung F2
Hier noch ein
Testbericht aktueller Festplatten von von ht4u.net.
Man sollte bedenken, daß die Serienstreuung bei Festplatten relativ hoch sein kann. Eine Platte aus einer eigentlich lauten Serie kann durchaus leiser sein als eine Platte aus einer eigentlich leisen Serie.
Grundsätzlich sind große Platten (2TeraByte) ein wenig lauter als kleinere Platten, weil mehr Scheiben darin zu finden sind. Mehrere kleine Festplatten sind hingegen lauter als eine große Platte.
Daher sollte man sich den benötigten Speicherplatz vorher gut überlegen.
Wer seine Festplatte im supersilent-PC noch deutlich fiepen hört, sollte es damit probieren:
Scythe Quiet Drive oder
silentmaxx HD-silencer Rev. 2.0.
Solch eine Box läßt sich mit dem Gehäuse eines defekten CD-ROM-Laufwerks und Bitumen/Anti-Dröhnmatten auch selber bauen, Materialkosten ca. 10 EUR, siehe:
Anleitung
Gegen Dröhn- und Zugriffsgeräusche hilft u.U. eine Gummientkopplung, die es in verschiedenen Bauformen gibt. Allerdings wirkt sich eine schwingende Lagerung geringfügig auf die Zugriffszeit aus (Wenn der Lesekopf schlagartig stehen bleibt, "schwingt" die gesamte Platte zurück und der Kopf muß noch einfach nachpositioniert werden).
Netzteil:
Das 80Plus-Gütesiegel kann in diesem Bereich als Grundvoraussetzung angesehen werden, besser wäre noch die Stufe 80Plus Bronze.
Dass entsprechende Geräte nicht überteuert sind, beweist die Einsteigerserie
Pure Power L7 von Be Quiet! (
Testbericht). Alternativen sind
Enermax ECO80+ 350W sowie
Corsair CX 400W.
Die
Enermax 82+- Netzeile sind auch sehr gut und eignen sich auch für Systeme mit hohem Energiebedarf, drehen aber unter Last etwas stärker auf.
Auch die
S12II-Bronze-Modelle von Seasonic überzeugen.
Eine
Lüftersteuerung kann nicht schaden, um die ohnehin schon leisen Lüfter noch auf unhörbar zu trimmen. Diese gibt es in zahlreichen Ausführungen, für einen oder gleich mehrere Lüfter.
Steuerungen die auf dem PWM-Prinzip beruhen, können Probleme mit manchen Lüftern verursachen (laufen nicht an oder machen klackernde Geräusche)
Eine hilfreiche
Lüftersteuerungsübersicht und
IVIs großer Lüftersteuerungs-Guide.