09.01.2006, 14:00

Bernd Reder

High-Speed-W-LAN

Funknetzwerke versprechen mittlerweile Datenraten von über 200 Megabit pro Sekunde. Lesen Sie hier, wie's geht und welche Geräte es gibt.
Ein Wireless LAN zu Hause ist eine feine Sache: Der Anwender muss keine Wände aufstemmen und Kabel verlegen; die Sendeleistung ist deutlich niedriger als die eines Handys und damit ungefährlich; und die Datenraten bewegen sich mittlerweile auf einem akzeptablen Niveau. Doch die 54 Megabit pro Sekunde, die Standards wie IEEE 802.11g und 802.11a bieten, reichen kaum aus. Denn der Trend geht auch zu Hause zum Zweit- oder Drittrechner, die natürlich alle einen Zugang zum Internet haben sollen. Hinzu kommt, dass immer mehr Geräte aus der Unterhaltungselektronik mit einer Netzwerkschnittstelle ausgerüstet sind, etwa DVD-Recorder, digitale Audio-Player und mittlerweile sogar Fernseher. Ein Prototyp von Toshiba etwa ist mit zwei Ethernet-Anschlussen ausgestattet.
Allerdings dürfte kaum jemand Lust haben, die Wände seiner Wohnung aufzustemmen, um Kabelkanäle für ein lokales Netz (LAN) zu verlegen. Davon profitieren die Anbieter von Wireless LANs (Wireless Local Area Networks). Seit etwa drei Jahren boomt das Geschäft mit Netzwerkadaptern und Routern für drahtlose Netze in Deutschland. Hinzu kommt, dass die Anbieter viel getan haben, um das Einrichten von Funknetzen zu erleichtern. So führen Konfigurationsanleitungen, die von CD-ROM starten, den Benutzer Schritt für Schritt durch den Installationsprozess.
TYPISCHE KONSTELLATION IM HEIM-NETZ: Rechner (Windows-PCs, Mac-Systeme, Linux-Systeme) und Drucker sind mit einem Wireless-LAN-Adapter ausgerüstet, entweder einer PCI-Karte im Rechner oder einer, die in einem USB-Anschluss steckt. Für Notebooks und digitale Assistenten (PDAs) gibt es PC Cards oder SD-Karten. Speziell bei Notebooks ist allerdings immer häufiger der WLAN-Adapter ins Innere des Gerätes verlagert. Denn Intel hat mit "Centrino" einen Chipsatz entwickelt, der in mobile Rechner eingebaut wird und den Zugang zu Funknetzen ermöglicht.
Eine ähnliche Entwicklung ist bei digitalen Assistenten und Smartphones zu beobachten. Immer mehr sind mit Funk-Chips ausgestattet, etwa der Nokia Communicator 9300i, der PDA Palm TX oder Sony-Ericssons Smartphone P990i, das in Kürze auf den Markt kommt.
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