Das müssen Sie zum drahtlosen Netz wissen (Teil 1)
WLAN: Seit rund fünf Jahren hält der beispiellose Siegeszug von WLAN an: Ob zu Hause, in der Firma, unterwegs im Hotel oder beim Kaffeeröster – das kabellose Netzwerk ist nicht mehr wegzudenken. Dabei ist WLAN eher bequem als effizient: Der derzeit dominierende Standard 802.11g überträgt theoretisch maximal 54 MBit/s, in der Praxis rund die Hälfte – und ist damit nur halb so schnell wie kabelgebundenes LAN per Fast-Ethernet. Viel zu wenig für die Datenmengen, die künftig ins Netzwerk drängen: Seien es Downloads vom VDSL-Anschluss mit 25 bis 50 MBit/s oder HD-Filme, die man kabellos an PC, Notebook oder Fernseher streamen will. Deshalb soll der neue WLAN-Standard 802.11n theoretische Transferraten von bis zu 300 MBit/s, später sogar bis 600 MBit/s liefern – netto wird davon rund die Hälfte übrig bleiben
Tempo-Tricks für 11n: : Zu den wichtigsten technischen Neuheiten bei 11n-WLAN gehört Mimo (Multiple Input Multiple Output). Die WLAN-Komponenten besitzen mehrere Antennen zum Senden und Empfangen – statt nur einer. Maximal sieht der 11n-Standard vier Antennen vor: So lassen sich zum Beispiel vier Datenströme gleichzeitig auf derselben Frequenz übertragen (Spatial Multiplexing), was die Transferrate deutlich erhöht. Mit Mimo kann man aber auch die Reichweite steigern, indem jeweils die Antenne mit den besten Signalbedingungen den Datentransfer übernimmt (Diversity) oder man Antennen zusammenschaltet, die ihre Sendeleistung in Richtung des Empfängers verstärken (Transmit Beamforming). Besitzt nur der Sender, aber nicht der Empfänger mehrere Antennen, kann er die Daten über mehrere Antennen gleichzeitig senden – dadurch ist der Transfer weniger störanfällig (Space Time Block Coding). Im umgekehrten Fall schaltet der Empfänger seine Antennen für eine höhere Empfangsleistung zusammen (Receive Combining).
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 2 von 3
Nächste Seite






