DSLR-Kaufberatung
Crop- oder Verlängerungsfaktor
Crop- oder Verlängerungsfaktor
Der offensichtlichste Widerspruch zwischen analogem Objektiv und digitaler Kamera drückt sich im Crop- oder Verlängerungsfaktor aus. Das analoge Objektiv ist dafür konstruiert, in einem bestimmten Abstand die Fläche des Kleinbildfilms optimal zu belichten. Da der Sensor üblicherweise kleiner ist, nimmt er nur einen Ausschnitt (Crop) des Kleinbildformats auf. Diese Änderung des Bildformats wirkt wie eine Verlängerung der Brennweite.
Das Normalobjektiv mit 50 Millimeter Brennweite funktioniert auf der analogen Kamera wie erwartet. Doch bei einer digitalen Kamera fällt es aufgrund der Ausschnittsvergrößerung mit etwa 80 Millimeter Brennweite in den Telebereich. Umgekehrt entspricht ein digital optimiertes Weitwinkelobjektiv mit 8 Millimetern einer Brennweite von etwa 13 Millimetern auf einer normalen SLR-Kamera – rein theoretisch. Praktisch ist das keine gute Idee, denn das digital optimierte Objektiv belichtet ja nur den Bildkreis für den kleineren Sensor.
Bei der Belichtung der vollen Kleinbildfläche werden vor allem die Ecken deutlich dunkler ausfallen, das Objektiv vignettiert. Der Crop-Faktor berechnet sich aus dem Flächenverhältnis des Sensors zur Kleinbildfläche. Für die meisten DSLR-Kameras beträgt er 1,5 oder 1,6.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 2 von 8
Nächste Seite






