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memory® Music Legends HD
Wer schon einmal beim Memory gegen eine Vierjährige verloren hat, der sei getröstet: Das ist ganz normal. Das Musik-Memory von Ravensburger erhöht die Chancen zumindest auf ein Unentschieden.
Kinder merken sich beim Memory nicht die Worte „Den Hasen habe ich schon in Reihe 4, Spalte 5 gesehen!“ sondern prägen sich einfach das Gesamtbild ein und verknüpfen derart ihre beiden Gehirnhälften. In der Theorie funktioniert das so gut, bis sture Paukerei in der Schule diese Fähigkeit verkümmern lässt. Das Ravensburger Memory für iPhone und iPad „Music Legends“ will die rechte Gehirnhälfte der Erwachsenen zusätzlich anregen, in dem es nicht nur auf Optik, sondern auch noch auf Akustik setzt. Bis zu 32 Cover legendärer Rock-, Pop- und Jazzplatten sind im Spiel mit Bildpaaren eingesetzt, tippt man ein Plättchen an, erklingt ein Ausschnitt eines der Songs des Albums. Durch den Bezug zum echten Leben („Mensch, ich hatte doch die ‚Let it Bleed’ auf Vinyl – wo steckt die denn jetzt?“) fällt es dem Erwachsenen ein klein wenig leichter, sich die Anordnung der Bildpaare zu merken. Drei Spielmodi und drei Schwierigkeitsgrade lassen sich kombinieren, die erzielten Ergebnisse optional an eine Bestenliste auf dem Server des Herstellers übertragen. Schade nur, dass im Duell-Modus hartnäckig „Spieler 1“ gegen „Spieler 2“ antritt, die Namen lassen sich nicht ändern. Zu jedem der 35 Alben des Ausgangsmaterials (von ABBA bis Uriah Heep) bietet die App Informationen – leider nur sehr spärliche und auch nicht während des Spiels. Gut sichtbar prangt der Link in den iTunes Store, der Hersteller setzt diesen aber nicht völlig uneigennützig für mehr Information, sondern verdient über Tradedoubler bei jedem Kauf mit. Cover der eigenen Musiksammlung lassen sich nicht in das Spiel laden. Das würde noch mehr Pfiff in das Spiel bringen und wäre technisch realisierbar: Die App Memory HD des gleichen Herstellers greift auf Wunsch auch auf die eigenen Fotos zu. Freilich wäre mit der Extraktion von einigen Takten Musik pro Album weiterer Aufwand notwendig, der zudem urheberrechtliche Fragen aufwürfe.
Fazit
Das etwas andere Memory ist eher Alleinspielern zu empfehlen, der Duell-Modus macht nur bedingt Spaß. Die Idee, mit Klang eine neue Dimension in ein altbekanntes Spiel einzuführen, gefällt jedoch sehr.