Android / SmartphoneDirk Bongardt
Entertainment: Photo Warp - Android-App im Test
Photo Warp macht aus jedem digitalen Porträt ein Zerrbild. Durch Strecken, Stauchen und Verdrehen einzelner Bildpartien lassen sich dezente bis groteske Veränderungen erzielen.
Vor allem auf Parties dürfte Photo Warp zum Einsatz kommen - nicht umsonst haben die Entwickler die App in die Rubrik „Unterhaltung“ eingeordnet und nicht in „Fotografie“. Die App bietet eine Reihe in ihrer Intensität justierbarer Deformationswerkzeuge, mit denen sich Gesichts- und Körperpartien der abgebildeten Personen umgestalten lassen. Muskulöse Oberarme lassen sich damit ebenso erzielen wie flache oder runde Bäuche, Knollennasen und Glubschaugen. Wer die App allerdings zur Verschönerung der Abgebildeten einsetzen möchte, sollte eine längere Übungsphase einkalkulieren.
Einfaches Arbeiten durch intuitives Tippen und Ziehen
Dass es keine deutschsprachige Version der App gibt, ist zu verschmerzen, weil die Werkzeuge ganz ohne Beschriftungen auskommen. Die Symbole sind so gewählt, dass ihre Funktionen auf Anhieb klar werden. Ein erstaunliches Werkzeug ist der „Rückgängig“-Pinsel, der nicht einfach den letzten Schritt ungeschehen macht, sondern gezielt und kleinschrittig auf einzelne Bildpartien angewandt werden kann. Um Porträts in witzige Karikaturen zu verwandeln, mag er verzichtbar sein. Um subtile Änderungen zu erhalten und nur grobe Verformungen auszubügeln, ist dieser Pinsel das Werkzeug der Wahl.
Fazit zum Test der Android-App Photo Warp
Photo Warp ist in erster Linie Entertainment und ein Partyspaß. Mit Geschick und Übung lassen sich Porträts aber nicht bloß entstellen, sondern auch subtil aufhübschen.
Gesamtnote 1,78
Funktionalität (45 %): 1,50
Bedienung und Support (40 %): 2,00
Design (15 %): 2,00