Android / SmartphoneDirk Bongardt
Fotografie: Little Photo - Android-App im Test
Little Photo bietet nur rudimentäre Kamerafunktionen, dafür aber eine große Palette an Filtern und Effekten. Die lassen sich auch auf Fotos anwenden, die mit anderen Kamera-Apps aufgenommen wurden.
Die Kamera als App-Symbol täuscht: Zwar bietet Little Photo eine Möglichkeit, direkt aus der App heraus Fotos aufzunehmen, aber das ist, gemessen an dem, was der Play Store sonst noch so bietet, kaum der Rede wert. Durchaus beachtlich ist indessen die Fülle an Filtern und Tools (insgesamt über 70), die sich auf die Fotos anwenden lassen: Farbverfremdungen aller Art, Transformationen zwischen Hoch- und Querformat, Polaroid-Effekte, Beschriftungen und Stempel und etliches mehr stehen in mehreren Filtergruppen zur Verfügung, die sich auch kombiniert nutzen lassen. Die meisten der Effekte sind sehr ansehnlich.
Verschachtelte Menüführung
Am Anfang steht die Aufnahme oder die Wahl eines Fotos aus der Galerie. Ist das Bild geladen, lassen sich die Filterkategorien per Antippen des Displays aufrufen und durchstöbern. Sehr praktisch ist die Funktion „Half Apply“, die einen Regler bietet, über den sich die Intensität eines Effekts reduzieren lässt. Ein Stolperstein könnte allerdings die Zurück-Taste sein: Die führt all zu oft vom bearbeiteten, aber noch nicht gespeicherten Bild zurück zur Kamera, während der Weg ins jeweils übergeordnete Effekte-Menü über ein „...“-Symbol führt. Dokumentation oder Hilfe-Funktion bietet die App nicht, ist aber nach ein wenig Eingewöhnung auch so gut beherrschbar. Einziges Manko: Sie speichert die Resultate mit maximal 1024 Bildpunkten Kantenlänge – druckreif geht anders.
Fazit zum Test der Android-App Little Photo
Wer Fotos gern mit Filtern und Effekten aufpeppt, ist hier bestens bedient. Die App-eigene Kamera kann für sich betrachtet aber getrost vergessen werden.
Gesamtnote: 2,35
Funktionalität (45 %): 2,00
Bedienung und Support (40 %): 2,50
Design (15 %): 3,00