Android / SmartphoneDirk Bongardt
Augmented Reality: AR DRIVE - Android-App im Test
AR DRIVE ist ein Navigationssystem für Android-Geräte, das die Richtungshinweise nicht auf einer Karte oder Grafik darstellt, sondern in das Kamerabild des (auf die Straße gerichteten) Smartphones einblendet.
AR, das steht für „Augmented Reality“, erweiterte Realität also. AR DRIVE nutzt ein typisches Konzept von Augmented Reality-Anwendungen: Es blendet zusätzliche Informationen in das Kamerabild ein. In diesem Fall handelt es sich um Richtungspfeile, die AR DRIVE auf die Straßenansicht projiziert, die mit der Smartphone-Kamera eingefangen wird. Damit das funktioniert, benötigt der Nutzer allerdings eine Smartphone-Halterung, mit der das Smartphone im Querformat hinter der Windschutzscheibe angebracht werden kann, und die das Objektiv der Kamera nicht verdeckt. Zusätzlich hilft AR DRIVE mit gesprochenen Anweisungen bei der Orientierung, derzeit allerdings ausschließlich in englischer Sprache. Die App setzt eine aktive Internetverbindung voraus.
Noch im Beta-Stadium
Dass die App sich noch im Beta-Stadium befindet, ist ihr deutlich anzumerken: Das zeigen Ungereimtheiten beim Ein- und Ausblenden einer Kartenansicht, gelegentliche Abstürze, fehlende Möglichkeiten, die Perspektive exakt auf die Straße einzurichten, und das völlige Fehlen erweiterter Funktionen moderner Navigationssysteme (etwa eine POI-Suche), sowie die Beschränkung auf eine englische Sprachführung. Um sich von A nach B führen zu lassen, ohne die Straße aus den Augen zu verlieren, reicht die App aber auch jetzt schon meist aus. Wenn der Entwickler bis zum Release noch etwas Arbeit in die App steckt (und sich möglichst von einem Designer helfen lässt), kann AR DRIVE durchaus ein Erfolg werden.
Fazit zum Test der Android-App AR DRIVE
Mit AR DRIVE können Sie Navigationsgerät und Straße gleichzeitig im Auge behalten. Noch ist die App jedoch nicht ausgereift.
Gesamtnote: 3,28
Funktionalität: 3,00
Bedienung und Support: 3,50
Design: 3,50