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Spaces: Virtual-Reality-App von Facebook veröffentlicht

19.04.2017 | 15:16 Uhr |

Mit Spaces veröffentlicht Facebook eine VR-App mit Gruppentelefonaten für die VR-Brille Oculus Rift.

Facebook unternimmt einen ersten Gehversuch in Richtung Social-Virtual-Reality. Im Rahmen der F8-Konferenz kündigte das soziale Netzwerk eine neue App für die VR-Brille Oculus Rift an. Die Software trägt den Namen Spaces und soll Facebook-Nutzern ein Treffen in der virtuellen Realität ermöglichen.

Anstatt im Messenger zu chatten oder durch ihre Facebook-Timeline zu scrollen, können sich Facebook-Nutzer über die Spaces-App gemeinsam an einen virtuellen Tisch setzen. In einer Art Gruppentelefonat werden sie durch einen Comic-Avatar repräsentiert, teilen 3D-Zeichnungen oder 360-Grad-Fotos und -Videos. Die Spracheingabe erfolgt über das Oculus-Rift-Mikrofon.

Ein Selfie-Stick darf auch in der virtuellen Realität nicht fehlen.
Vergrößern Ein Selfie-Stick darf auch in der virtuellen Realität nicht fehlen.
© Facebook

Wer keine Oculus Rift besitzt, kann über das Video-Telefonie-Feature des Facebook Messengers an einem Spaces-Treffen teilnehmen. Facebook Spaces schlägt Nutzern, die die App das erste Mal nutzen einen zu ihrem Profilbild passenden Avatar vor. Das virtuelle Ich kann jedoch auch nach den individuellen Wünschen der Nutzer angepasst werden. Ebenfalls an Bord ist ein virtueller Selfie-Stick mit dem sich das VR-Treffen dokumentieren und mit Freunden auf Facebook teilen lässt.

Um Cyber-Bullying und Belästigungen zu verhindern, hat Facebook die Zugangsvoraussetzungen für Spaces-Sitzungen angepasst. So können nur Nutzer zum VR-Treffen eingeladen werden, die mit einem der Teilnehmer befreundet sind. Die Teilnehmerzahl ist derzeit ebenfalls noch stark beschränkt. Aktuell können bei Spaces-Treffen nur maximal vier Personen mitmachen.

Facebook Spaces befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase und ist einer der ersten Versuche, die auf Einzelnutzung ausgelegte virtuelle Realität in ein Gruppen-Event zu verwandeln. Ob es sich für Facebook Spaces lohnt, ein VR-Headset anzuschaffen, ist allerdings fraglich.

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