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Smarter Vibrator: Hersteller zahlt Schadensersatz

13.03.2017 | 11:11 Uhr |

Die Besitzerin eines smarten Vibrators hatte eine Klage gegen den Hersteller eingereicht, weil dieser Nutzerdaten trackte.

Eine Käuferin des smarten Sex-Toys We Vibe 4 Plus hatte im September 2016 eine Klage gegen den Hersteller eingereicht. Sicherheitsexperten hatten kurz zuvor entdeckt, dass das Gerät über die mitgelieferte mobile App Daten über die Nutzung des Vibrators sammelte und alle anfallenden Informationen auf dem Server des Herstellers speicherte. Vor Gericht kam es nun zu einer Einigung, wie die Finanz-Seite Fortune meldet.

Demnach willigt der Vibrator-Hersteller ein, jedem US-Nutzer die Summe von 10.000 US-Dollar (etwa 9.350 Euro) als Entschädigung zu zahlen, dessen Daten über die App auf den Servern des Unternehmens gespeichert wurden. Insgesamt muss das Unternehmen damit umgerechnet etwa 3,5 Millionen Euro Schadensersatz leisten. In der dem Gericht in Chicago vorgelegten Einigung betont das Unternehmen, dass die Daten zu keinem Zeitpunkt von Dritten gehackt worden seien. Zwei Käufer, die während der Verhandlung anonym bleiben durften, und daher in den Protokollen nur "NP" und "PS" genannt werden, hatten Klage eingereicht.

Die Entschädigung steht nur den US-Nutzern zu, die die App in Verbindung mit dem smarten Vibrator nutzten. Wer das Gerät gekauft und die App nicht genutzt hat, erhält 199 US-Dollar. Der Hersteller gelobt außerdem, künftig verstärkt auf die Sicherheit der Daten seiner Nutzer zu achten.

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