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Robuster Partylautsprecher: Wonderboom von Ultimate Ears

29.03.2017 | 14:39 Uhr |

Staub- und wasserdicht, Rundumklang aus dem Soundzylinder und Kopplung mehrerer Geräte: Der UE Wonderboom ist bereit für jede Party.

Die besten Bluetooth-Lautsprecher für unter 100 Euro wollen die Wonderboom der Logitech-Tochter Ultimate Ears (UE) sein, und wenn wir auch nicht alle Kandidaten in dieser Klasse gehört haben, ist das kein hohles Versprechen.

Ultimate Ears bringt mit den kleinen Wonderboom eine weitere Serie von Boomboxen nach dem UE Boom (2), dem Megaboom  und der UE Roll (2) heraus. Name, Farbgebung und Soundanmutung weisen gleich auf das Einsatzgebiet hin: Die Wonderboom sind kompakte Partylautsprecher für draußen. Mit ihrer IPX67-Zertifizierung sind sie nicht nur staubdicht, sondern auch vor Wasser bei kurzem Eintauchen geschützt, laut Standard vertragen sie für 30 Minuten eine Wassertiefe von einem Meter. Könnte man also auch zum Schnorcheln mitnehmen, aber nicht zum Tauchen mit Flasche. Das aber auch, weil sie gewaltigen Auftrieb haben und nach einem mehr oder minder unfreiwilligen Bad im Wasser oben treiben. Von der Dämpfung des Funksignals wollen wir gar nicht erst reden...

Partylautsprecher: Zwei oder mehrere Geräte lassen sich koppeln
Vergrößern Partylautsprecher: Zwei oder mehrere Geräte lassen sich koppeln
© Urban Ears

Eine weitere Funktion macht die UE Wonderboom aber zum idealen Lautsprecher für Sommerpartys im Garten, am See, am Fluß, im Schwimmbad: Zwei oder mehrere Boomboxen lassen sich mit einem kurzen Druck auf das Logo an der Deckfläche des Zylinders miteinander koppeln - damit die Gäste sich nicht um einen einzigen Lautsprecher scharen müssen, sondern sich großflächiger verteilen können und dabei noch die gleiche Musik hören.

Der Hersteller gibt eine Bluetoothreichweite von bis zu 33 Metern an - das funktioniert aber nur im Freien. Wir haben uns Indoor mit dem etwas mehr als 400 Gramm wiegenden Lautsprecher vom sendenden iPhone entfernt - und erst zwei Stockwerke höher und nach einigen Wänden eine Verschlechterung des Sounds fest.  Im Freien jedoch konnten wir in der Tat rund 30 Meter zwischen Sender und Empfänger bringen. Das ist an der Grenze des technisch mit Bluetooth machbaren und gerade auch so weit, dass man keine störenden Interferenzen wegen der unterschiedlichen Laufzeiten des Schalls hören dürfte. Denn auch der Schall wird gedämpft, die Wonderbooms kann man zwar laut aufdrehen, aber eben auch nicht so laut wie die Soundanlagen bei Open-Air-Konzerten...

Rundum mit Klang versorgt

Der zylinderförmige Lautsprecher bietet zudem Rundum-Sound, die gesamte Mantelfläche dient als Membran, die Abstrahlung des Schalls nach oben und unten ist zwar durch die Geometrie eingeschränkt, aber praktisch nicht hörbar. Der 360-Grad-Klang lässt die Wonderboom wie auch ihre großen Schwestern eben ideal im Partyraum oder -areal an zentralen Stellen positionieren. Dank der oben am Zylinder angebrachten Schlaufe lässt sich der kompakte Lautsprecher überall anbringen, wo eine Art von Aufhänger vorhanden ist.

Mit Einschränkungen lässt sich mit zwei (wie in unserem Test) oder mehreren Wonderbooms eine Art Multiroomsystem aufspannen. Nur lässt sich die Lautstärke nicht individuell regeln: Drehen wir in der Küche wegen des lauten Dunstabzugs auf, wird es den Mitbewohnern im Wohnzimmer zu laut - und uns umgekehrt wieder in der Küche zu leise, als die mit einem Druck auf das große Minus an der Wonderboom reagieren.

Alle Farben auf einen Blick. In den Apple Stores soll es bald ein Sondermodell mit einem kräftigerem Blauton geben.
Vergrößern Alle Farben auf einen Blick. In den Apple Stores soll es bald ein Sondermodell mit einem kräftigerem Blauton geben.
© Urban Ears

Der Sound ist voll und ganz partytauglich, die Lautstärke des kompakten Winzlings durchaus beeindruckend. Was der Hersteller als Stärke konzipiert hat, kommt aber nicht ohne Nebeneffekte – in den Mitten ist die Wonderboom ein wenig schwach und keineswegs so geschmeidig wie unsere Referenz im Wohnzimmer, ein schon über zehn Jahre altes Bose-Sounddock. Dennoch wollen wir nicht meckern, in der Küche steckt die Wonderboom die bisher verwendete Lösung für Musik und Radio locker in die Tasche, das Bluetooth-FM-Radio hatten wir allerdings vor zwei Jahren beim Discounter erstanden und es ist somit keine echte Referenz. Der basslastige Sound der Wonderboom entfaltet sich im Küchenregal aber voll bei der Übertragung von Sprache - für das Talkradio werden wir in Zukunft nicht mehr auf ein UKW-Gerät zurückgreifen, sondern auf den Stream vom iPhone und die Wonderboom. Bei einer derartigen Lösung müssen wir auch nicht fürchten, beim Verstellen der Lautstärke mit nassen Händen einen Schlag zu bekommen oder das Batterieradio letal in der Spüle zu versenken. Die besten Parties beginnen und enden in der Küche …

Die Laufzeit gibt der Hersteller mit zehn Stunden an (bei mittlerer Lautstärke), das Wiederaufladen dauert drei Stunden via Micro-USB, ein farblich passendes Kabel ist mitgeliefert. An Farbvarianten hat UE „Cashmere Pink“, „Fireball Red“, „Lilac", „Phantom Black“, „Stone Grey“ und „Subzero Blue" im Angebot - bunt, aber nicht übertrieben poppig.

Fazit

Für die Party in der Wohnung, dem größeren Haus oder noch besser auf der Terrasse, im Garten, am Strand oder gar auf dem Boot ist die Wonderboom eine hervorragend geeignete Boombox. Besonders gut gelöst ist die einfache Kopplung zweier oder mehrerer Lautsprecher. Generell ist die UE Wonderboom eine Plug-and-play-Lösung, bewusst hat der Hersteller keine App für die Steuerung herausgegeben. Einschalten, Pairen, eventuell mehrere Wonderbooms koppeln - fertig ist die Musikanlage mit gutem Sound zum kleinen Preis von 99 Euro pro Stück (UVP). Derzeit ist der Lautsprecher nur beim Hersteller erhältlich , als weitere Vertriebswege soll in Kürze der Onlinehandel von Amazon und Saturn/Mediamarkt hinzukommen, in die Läden (inklusive Apple Store) kommt die Wonderboom Mitte April.

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