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Repeater DVB-C: Kabel-TV im WLAN streamen

14.03.2017 | 10:40 Uhr |

Der AVM-Repeater DVB-C lässt sich mit dem Kabel-TV-Anschluss verbinden und bringt das unverschlüsselte Fernsehprogramm auf Mobilgeräte. Und auch die Fritzbox streamt das TV-Programm.

Schritt 1: Repeater und Fritzbox verbinden

Ist der Fritz WLAN Repeater DVB-C noch nicht mit der Fritzbox verbunden, gehen Sie so vor: Stecken Sie das Zubehör in eine Steckdose, die in räumlicher Nähe zum AVM-Router ist, betätigen Sie die Taste „WPS“ und halten Sie sie so lange gedrückt, bis die Anzeige blinkt. Nun haben Sie zwei Minuten Zeit, um an Ihrer Fritzbox die Taste „WLAN/WPS“ so lange zu drücken, bis auch dort die „WLAN“-Diode blinkt. Die beiden Geräte kommunizieren miteinander; nach wenigen Sekunden steht die Verbindung, was Sie daran erkennen, dass die Anzeigen am Repeater konstant leuchten. Nun können Sie den Repeater aus der Steckdose ziehen, am geplanten Einsatzort platzieren und mit dem Kabelfernsehanschluss verbinden – die WLAN-Verbindung wird automatisch wiederhergestellt.

Schritt 1: Repeater und Fritzbox verbinden
Vergrößern Schritt 1: Repeater und Fritzbox verbinden

Die Konfiguration des Repeaters erfolgt – wie bei der Fritzbox – über die bekannte Weboberfläche. Öffnen Sie den Browser, geben Sie die URL „fritz.repeater“ ein und drücken Sie die Eingabetaste. Bei der ersten Anmeldung werden Sie aufgefordert, ein Kennwort festzulegen. Es ist ratsam, diese Aufforderung zu befolgen, um zu verhindern, dass Unbefugte die Einstellungen verändern können. Kommen in Ihrem Home-Netzwerk mehrere AVM-WLAN-Repeater zum Einsatz, genügt es nicht, die URL „fritz.repeater“ aufzurufen. Vielmehr müssen Sie die IP-Adresse des Zubehörs eintippen. Um diese zu ermitteln, öffnen Sie die Fritzbox-Konfigurationsmaske und wählen in der linken Spalte erst „Heimnetz“, dann „Heimnetzübersicht“. Im Register „Netzwerkverbindungen“ werden alle derzeit mit der Fritzbox verbundenen Geräte angezeigt. Suchen Sie nach dem Repeater und klicken Sie auf den blau eingefärbten Namen, um die Konfigurationsoberfläche zu öffnen.

Siehe auch: Fritz!WLAN-Repeater DVB-C im Test

Schritt 2: Fritz WLAN Repeater DVB-C konfigurieren

Schritt 2: Fritz WLAN Repeater DVB-C konfigurieren
Vergrößern Schritt 2: Fritz WLAN Repeater DVB-C konfigurieren

Ihre erste Aufgabe besteht darin, die Repeater-spezifischen Funktionen zu konfigurieren. Wie Sie dabei vorgehen, lesen Sie etwa hier . Haben Sie die grundlegende Einrichtung abgeschlossen, steht im nächsten Schritt die Konfiguration des TV-Empfangs an. Hinweis: Der Repeater DVB-C kann ausschließlich unverschlüsselt ausgestrahlte Sender empfangen.

Klicken Sie in der Konfigurationsmaske in der linken Spalte auf den Eintrag „DVB-C“ und wählen Sie „Sendersuchlauf“. Hier stehen Ihnen zwei Optionen zur Auswahl: „Standard Sendersuche (Dauer 5-15 Minuten)“ und „Ausführliche Sendersuche (Dauer 2-5 Stunden)“. Im Normalfall genügt es, sich für die erste Variante zu entscheiden. Der ausführliche Suchlauf muss eigentlich nur dann gestartet werden, wenn die schnelle Suche keinerlei Ergebnisse liefert. Keine Bange: Die zusätzlichen „Parameter“, beispielswiese „Frequenz“, „Symbolrate“ und „Modulation“ müssen Sie nicht anpassen – die Voreinstellung „Automatisch“ ist optimal geeignet. Mit einem Klick auf die Schaltfläche „Sendersuchlauf“ starten Sie den Vorgang. Nach Abschluss der Suche informiert Sie der Repeater über die Anzahl der gefundenen TV-und Radiosender. Um einen Blick auf die Sender zu werfen, klicken Sie unter „DVB-C“ auf „Senderliste“ und wählen das gewünschte Register aus. Wollen Sie wissen, welche TV-Programme aktuell über den Repeater gestreamt werden, klicken Sie auf den Eintrag „Live-TV“. Da der Repeater über einen Dual-Tuner verfügt, können zwei Geräte simultan mit Streams versorgt werden.

Schritt 3: Empfangsgeräte einrichten

Schritt 3: Empfangsgeräte einrichten
Vergrößern Schritt 3: Empfangsgeräte einrichten

Um das Live-TV-Programm auf einem Mobilgerät zu empfangen, müssen Sie die App Fritz App TV , die für Android und iOS kostenlos zur Verfügung steht, installieren. Auch die Integration in die kostenlos erhältliche Media-Center-Lösung Kodi ist problemlos möglich (siehe Kasten „Fritz und Kodi“). Darüber hinaus wird diese Art des TV-Streaming auch von der kostenpflichtigen Universallösung DVBlink Server unterstützt. Diese Variante ermöglicht es etwa NAS-Besitzern, ihren Netzwerkspeicher zu einem vollwertigen TV-Streaming-Server auszubauen, der das Signal auch über das Internet übertragen kann.

So geht's: TV-Inhalte an jedes Gerät im Netzwerk streamen

Schritt 4: Fernsehen über die Fritzbox

Schritt 4: Fernsehen über die Fritzbox
Vergrößern Schritt 4: Fernsehen über die Fritzbox

Top-Fritzboxen wie die Modelle 7490 und 7580, die an einem Telekom-oder Vodafone-All-IP-Anschluss betrieben werden, können das TV-Programm ebenfalls im LAN/WLAN streamen. Um das Fernsehbild auf ein mobiles Endgerät zu bringen, muss allerdings eine App installieren werden, die RTPS-Streams abspielen kann. Für Android und iOS sind die Gratis-Apps VLC for Android und VLC for Mobile nach wie vor die erste Wahl. Zum Streamen des TV-Programms öffnen Sie auf dem Mobilgerät den Browser, geben http://download.avm.de/tv/tv1.html ein und wählen ein Programm aus. Telekom-Kunden stehen derzeit immerhin 56 Sender – darunter 20 in HD-Auflösung – zur Auswahl.

Fritz Repeater DVB-C und Kodi: Live-TV-Empfang im Media Center

Wollen Sie Kodi nicht nur zu Verwaltung, Aufbereitung und Wiedergabe Ihrer Musik-, Serien-und Filmsammlung nutzen, sondern auch das Live-TV-Programm empfangen und aufnehmen, ist der Repeater DVB-C wie für Sie gemacht. Die Einrichtung ist nicht kompliziert.

Zunächst müssen Sie Senderlisten anlegen. Klicken Sie in der Konfigurationsmaske des AVM-Repeaters auf „DVB-C“ und „Senderliste“. Im Register „SD“, blättern Sie nach unten, klicken auf „Senderliste erzeugen“ und speichern die M3U-Datei (tvsd.m3u). Wechseln Sie zum Register „HD“, klicken Sie auf „Senderliste erzeugen“ und speichern Sie auch die Datei tvhd.m3u.

Da Kodi nur eine Senderliste verwalten kann, müssen Sie die Listen zusammenführen. Öffnen Sie tvsd.m3u und tvhd.m3u in Wordpad. Löschen Sie in der Datei tvhd.m3u die erste Zeile („#EXTM3U“), markieren Sie den Dateiinhalt und kopieren Sie ihn in die Zwischenablage. Wechseln Sie zur Datei tvsd.m3u, positionieren Sie die Einfügemarke am Ende und drücken Sie die Eingabetaste. Fügen Sie dann den zuvor kopierten Inhalt der Datei tvhd.m3u ein und sichern Sie die zusammengeführte Senderliste unter einer eindeutigen Bezeichnung, etwa „tvsdhd.m3u“.

Starten Sie Kodi, wählen Sie „Optionen -> Einstellungen“. Klicken Sie auf „Addons -> Benutzer-Addons -> PVR-Clients -> PVR IPTV Simple Client“. Im nächsten Fenster klicken Sie auf „Konfigurieren“ und bringen das Register „Allgemein“ nach vorne. Wählen Sie bei „Ort“ den Eintrag „Lokaler Pfad (einschließlich lokales Netzwerk)“ aus, klicken Sie auf „M3U Wiedergabelistenpfad“ und geben Sie den Speicherort der zuvor angelegten Datei tvsdhd.m3u an. Bestätigen Sie mit „OK“ und schalten Sie das Addon über „Aktivieren“ ein. Kehren Sie zum Kodi-Hauptmenü zurück, klicken Sie auf „Optionen“, wählen Sie „TV“ und schalten Sie im Bereich „Allgemein“ die Option „Aktivieren“ ein, damit der Befehl „TV“ im Hauptmenü von Kodi angezeigt wird. Wählen Sie diesen Befehl aus, können Sie über die Senderliste das Live-TV-Programm mit Kodi wiedergeben.

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