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Nvidia Geforce GTX 1080 Ti vorgestellt

01.03.2017 | 23:59 Uhr |

Chip-Hersteller Nvidia hat in San Francisco sein neues Flaggschiff Geforce GTX 1080 Ti der Öffentlichkeit präsentiert. Zeitgleich wird die UVP der GTX 1080 auf 499 US-Dollar reduziert.

Update vom 09. März 2017: Hier geht's zum Test der Nvidia Geforce GTX 1080 Ti  

Test: Nvidia GeForce GTX 1080 Ti

Update vom 01. März 2017: Nvidia hat die unverbindliche Preisempfehlung für Deutschland bekanntgegeben: Der Grafikkarten-Hersteller empfiehlt einen Preis von 819 Euro für die Geforce GTX 1080 Ti. Mittlerweile lässt sie sich auch direkt bei Nvidia vorbestellen. Die Höhe des Preises geht damit sogar vergleichsweise in Ordnung, da sie sogar die Leistung einer GTX Titan X übertrifft, die über 1300 Euro kostet.

-- Ursprüngliche Meldung --

Die Nvidia Geforce GTX 1080 Ti ist der letzte Teil der Pascal-Grafikchip-Architektur bevor der Chip-Produzent die Herstellung der nächsten Volta-Architektur angeht. Auf einem Event in San Francisco hat Nvidia sein neues Top-Modell nun endlich enthüllt. Zusätzlich gab es auch noch neue Gameworks-Techniken zu sehen, die Spiele hübscher und realistischer machen sollen. Details lesen Sie in dieser News (hier klicken).

Nvidia Geforce GTX 1080 Ti mit noch schnellerem GDDR5X-Speicher

Als Grafikchip kommt der GTX 1080 Ti kommt der GP102 zum Einsatz, den Nvidia im 16-Nanometer-Verfahren fertigen lässt. Er verfügt über satte 3584 Cuda-Shader-Einheiten und besteht aus 12 Milliarden Transistoren. Die Boost-Taktrate beläuft sich auf 1,6 GHz, laut Nvidia soll die Karte aber auch locker mit der standardmäßigen Luftkühlung auf 2 GHz laufen. Der Grafikspeicher vom Typ GDDR5X misst üppige 11264 MB.

Der VRAM ist über ein 352 Bit breites Interface an den Grafikprozessor angebunden. An dieser Stelle gibt es aber noch eine weitere Neuigkeit: Bei den Speicher-Chips handelt es sich um komplett neue und auch überarbeitete Bausteine von Hersteller Micron, die noch schnellere Datenraten ermöglichen. Bei der GTX 1080 Ti sind das satte 11 GBit/s! Hinzu kommt noch das sogenannte "Tiled Caching": Diese Technik verbessert die Cache-Lokalität und reduziert den Speicherverkehr.

Die maximale Verlustleistung (TDP, Thermal Design Power) bemisst sich auf 250 Watt, der Anschluss erfolgt natürlich über PCI-Express-3.0. Ein 6- und ein 8-poliger Stromanschluss vom Netzteil sind nötig, um den Grafikbeschleuniger mit genügend Energie zu versorgen.

Für den Betrieb müssen Sie ein 6- und ein 8-poliges Stromkabel anschließen.
Vergrößern Für den Betrieb müssen Sie ein 6- und ein 8-poliges Stromkabel anschließen.
© Friedrich Stiemer

Wenn Sie mehr über die Grafikchip-Architektur Pascal wissen möchten, dann lesen Sie unseren Test der Nvidia Geforce GTX 1080.

"Alte" Grafikkarten als OC-Version mit schnellerem Speicher

Außerdem wird es noch zwei weitere Versionen bereits veröffentlichter Grafikkarten geben: Die Nvidia Geforce GTX 1080 und 1060 wird es parallel mit dem oben angesprochenen, schnelleren Grafikspeicher geben. Also eine GTX 1080 mit dem 11 GBit/s schnellem GDDR5X und die 1060 (6 GB) mit 9 GBit/s schnellem GDDR5-Speicher, die dann als sogenannte OC-Versionen in den Verkauf gehen. Eine kleine Verbesserung, die es so noch nie bei Nvidia gegeben hat.

Bisher schnellste Ti-Version

Nvidia selbst betonte auf der Veranstaltung natürlich die schiere Leistungsfähigkeit der Grafikkarte und betonte, dass es sich bei der GTX 1080 Ti um die bisher schnellste Ti-Version handelt, die der Hersteller jemals gebaut hat. Nvidia gibt an, dass sie 35 Prozent mehr Leistung als eine reguläre 1080 bietet.

Wieder als Founders Edition verfügbar

Wie bereits vermutet wird es die Nvidia Geforce GTX 1080 Ti auch bei Nvidia selbst zum Kaufen geben. Beim Kühl-Design setzt der Hersteller wieder auf die sogenannte Founders Edition, die unter anderem mit einem einzelnen Radiallüfter arbeitet. Dieses „Referenz-Design“ führte Nvidia bereits bei der GTX 1080 ein. Einige Neuerungen gibt es aber: Dank des Einsatzes von sogenannten Dual-FETs steigt die Energieeffizienz der GTX 1080 Ti im Vergleich zur 1080.

Außderdem soll der Lüfter bereits ab Werk leiser und effektiver als beim kleineren Bruder arbeiten - Nvidia spricht von einer 2,5 Dezibel geringeren Lautstärke und von fünf Grad Celsius geringerer Betriebstemperatur, je nach Energiezufuhr. Weiterhin kann das Kühl-Design etwas mehr Wärme abführen, da beispielsweise auch kein DVI-Anschluss an der Frontblende mehr vorhanden ist und somit mehr Platz für Lüftungsschlitze ist. Gut übertaktbar: In einer Technik-Demo arbeitete die GTX 1080 Ti mit 2083 MHz Taktrate stabil und mit lediglich 66 Grad Celsius.

Preis und Verfügbarkeit, Preissturz bei GTX 1080

Die unverbindliche Preisempfehlung der Nvidia Geforce GTX 1080 Ti beläuft sich auf 699 US-Dollar ohne Steuern. Die UVP für Deutschland beträgt 819 Euro. Die Grafikkarte soll bereits ab 9. März 2017 verfügbar sein. Tatsächlich ist der Preis vergleichsweise human und die frühe Verfügbarkeit überrascht. Im Zuge der Vorstellung der GTX 1080 Ti senkt der Hersteller auch die unverbindliche Preisempfehlung der GTX 1080 auf 499 US-Dollar. (Hinweis: Der Absatz wurde um die deutsche UVP und die korrekte Verfügbarkeit ergänzt.)

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