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Microsoft verschiebt Patch-Day im Februar - die Gründe

16.02.2017 | 10:49 Uhr |

Microsoft hatte zunächst den Patch-Day im Februar verschoben. Mittlerweile steht fest: Es gibt keinen neuen Termin.

Update, 16. Februar 2017: Microsoft hat den Patch-Day im Februar nun komplett abgesagt. Zum ersten Mal seit der Einführung der Patch-Days im Jahr 2003 wird es also im Februar 2017 keinen Patch-Day geben. In einem kurzen Blog-Eintrag erklärt Microsoft, dass die ursprünglich für diesen Monat geplanten Sicherheitsupdates erst zum Patch-Day im März erscheinen werden. Das bedeutet letztendlich, dass Microsoft die Updates erst am 14. März 2017 veröffentlichen wird.

Ursprüngliche Meldung vom 15. Februar 2017:

Microsoft hat zum ersten Mal seit der Einführung der Patch-Days einen Patch-Day verschoben. Eigentlich hätten am Dienstagabend (deutscher Zeit) die Sicherheitsupdates veröffentlicht werden sollen. So wie an jedem zweiten Dienstag eines Monats seit Oktober 2003. Kurzfristig hat Microsoft den Patch-Day im Februar 2017 allerdings auf unbestimmte Zeit verschoben.

In letzter Minute, so heißt es in einer Mitteilung im Blog des Microsoft Security Research Center, sei ein Problem entdeckt worden, welches die Nutzer hätten treffen können. Das Problem konnte nicht rechtzeitig zum Patch-Day gelöst werden. "Nachdem alle Optionen in Erwägung gezogen wurden, haben wir die Entscheidung getroffen, die Updates dieses Monats zu verschieben", so Microsoft.

Normalerweise erscheinen die Updates eines Patch-Days immer um 19 Uhr deutscher Zeit an jedem zweiten Dienstag eines Monats.

Dabei hätte es in diesem Monat eine Premiere gegeben: Die bisherigen einzelnen Sicherheits-Bulletins zu jedem Sicherheitsupdate sollten durch eine durchsuchbare Support-Datenbank ersetzt werden, die Microsoft auf den Namen "Security Update Guide" (SUG) getauft hat. Microsoft hatte die Security-Bulletins im Jahr 1998 eingeführt.

Vor einiger Zeit hatte Microsoft auch angekündigt, dass kumulative Updates für Windows 7 und Windows 8.1 die bisherigen Einzel-Sicherheitsupdates ersetzen sollen und im November 2016 damit begonnen. Also genau so, wie es bei Windows 10 bereits seit der Veröffentlichung des Betriebssystems der Fall ist. Windows-7- und Windows-8.1-Anwender haben damit also ebenfalls nicht die Möglichkeit zu entscheiden, ob und welches Einzel-Sicherheitsupdate sie installieren wollen.

Unklar ist, ob die Umstellung auf SUG zur Verschiebung des Patch-Days geführt hat. Als es noch Einzel-Updates gab, traten ebenfalls Verschiebungen aufgrund von Problemen auf. Damals verschob Microsoft aber einfach die Veröffentlichung eines problematischen Updates. Bei den kumulativen Updates führt ein Problem in einem der enthaltenen Updates aber nun zum ersten Mal zur Verschiebung eines gesamten Patch-Days. Das ist vor allem ärgerlich, weil Windows 10 und Windows 8.1 derzeit von einer SMB-Lücke betroffen sind, die zu Abstürzen der Rechner führen kann. Ob zum Patch-Day im Februar allerdings ein Patch für das Problem geplant war ist nicht bekannt.

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