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iPhone 8: Datum, Preis, Funktionen, Erscheinungstermin

21.03.2017 | 10:50 Uhr |

Noch ein halbes Jahr bis zur erwarteten Vorstellung der nächsten iPhone-Generation. Was wir wissen, was wir vermuten.

Update 21.03.2017:

Das jüngste Gerücht: Noch gut ein halbes Jahr ist es hin zur mutmaßlichen Vorstellung des iPhone 8 (oder iPhone Edition) im September. Bloomberg berichtet nun, dass Augmented Reality (AR) Apples nächstes Großprojekt sei , hunderte von Ingenieuren würden bereits an dem Thema arbeiten. Dedizierte Geräte wie eine AR-Brille würden aber noch eine Weile warten müssen, die Kamera des neuen iPhone käme aber bereits mit AR-Fähigkeiten. So könne man in einem Foto nach der Aufnahme noch die Tiefe ändern und Objekte darin um bis zu 180 Grad drehen. Ebenso würde die Foto-Software Filter wie von Snapchat bekannt auf einzelne Objekte anwenden können. Das AR-Team in Cupertino leitet laut des Berichts Mike Rockwell, den Apple von Dolby angeheuert hat und der nun direkt an den VP Hardware Dan Riccio berichtet. Mit in der Mannschaft seien auch zwei weitere prominente Entwickler, der Erfinder von THX Tomlinson Holman und  Fletcher Rothkopf, der für die Entwicklung der Apple Watch mit verantwortlich war.

Update 13.03.2017:

Vorhersage: Das iPhone 8 oder wie auch immer es heißen wird, ist noch nicht angekündigt, nicht einmal sein vermeintlich schärfster Konkurrent, das Galaxy S8, das Samsung Ende des Monats vorstellen wird. Der KGI-Analyst Ming-Chi Kuo will jedoch schon wissen, wie sich die Gerätschaften verkaufen und sagt voraus, dass Samsung in diesem Jahr Umsatzeinbußen werde hinnehmen müssen. Zum einen wirke das Debakel des Galaxy Note 7 nach, zum anderen biete das Galaxy S8 nicht genügend Anreize für den Kauf, schon jetzt erscheine potentiellen Kunden das OLED-iPhone vom kommenden Herbst attraktiver.

Wie so ein OLED-iPhone aussehen könnte, lässt sich nun auf iDropNews in Renderings bewundern, die auf die Spekulationen basierend erstellt wurden. Die Ähnlichkeit mit dem aktuellen Samsungs-Design ist jedoch frappierend. Auch wenn unter der Voraussetzung "rahmenlos" nicht viele Möglichkeiten bleiben, wird Apples Endprodukt gewiss anders aussehen.

Stand vom 9. März 2017:

Im Jahr 2017 feiert Apple den zehnten Geburtstag seines ikonischen Smartphones. Es ist daher anzunehmen, dass das iPhone in diesem Jahr mit revolutionären Neuerungen aufwartet, nachdem Apple in den letzten Jahren das Smartphone eher evolutionär weiter entwickelt hat.Auf die Generation 6s (Plus) folgte zuletzt das äußerlich kaum veränderte iPhone 7 (Plus), der Tik-tok-Rhythmus scheint um einen Schlag verlängert. Aber wird auf der iPhone 7 sofort das iPhone 8 folgen, oder nicht doch ein iPhone7s und dazu ein spektakuläres Sondermodell? Bleibt Apple immerhin bei seinem Rhythmus der Neuvorstellungen, dann wird es Neuigkeiten zum iPhone gegen Anfang September geben. In einem halben Jahr kann viel passieren, aber schon im März zeichnen sich einige Entwicklungen ab, die wir an dieser Stelle zusammenfassen und einordnen.

Nur eine Delle - neues Wachstum in Sicht

Zehn Jahre sind für Technikprodukte eine lange Zeit und schon raunen Skeptiker von einem Niedergang des iPhone. In der Tat, im Geschäftsjahr 2015/16 hatte Apple nur im ersten Quartal mehr Smartphones verkauft als im Jahr zuvor, wenn auch nur knapp, die anderen drei Quartale zeigten erstmals rückläufige Tendenz. Das mag Gründe haben: Apple hat bisher schon über eine Milliarde iPhones verkauft und selbst wenn jedes Jahr ein Gerät Neuerungen mit dem "Will haben!"-Faktor bringt, behält man sein iPhone doch über Jahre hinweg – was heute Top-of-the-Art ist, gehört nicht schon morgen zum Alteisen. Das Wachstum verlangsamt sich zwangsweise, das Minus aus 15/16 lässt sich aber auch mit dem enormen Plus des Geschäftsjahres 2014/15 begründen, als die neue Generation iPhone 6 (Plus) die bisherigen Rekorde geradezu pulverisierte. Das iPhone hat also ein hohes Niveau erreicht, logisch, dass da auch ein Zwischentief kommen könnte, bevor es erneut aufwärts geht.

Genau das ist nun mit dem iPhone 7 der Fall, das dessen Kritiker im Herbst 2016 als wenig innovativ schmähten und prophezeiten, dass Apple davon noch weniger verkaufen würde, weil es doch auch nur ein weiteres iPhone 6 mit nur marginalen Änderungen sei. Am 31. Januar legte der Konzern seine Zahlen für das erste Quartal 2016/17 vor: Mit 78,3 Millionen verkauften iPhones setzte Apple einen neuen Rekord. Das iPhone 7 wusste also wieder jede Menge Käufer zu überzeugen. Solche, bei denen nach zwei, drei oder vier Jahren mal wieder ein neues Gerät fällig war. Solche, die von der Android-Plattform Abstand nahmen, oder sich vielleicht vom problematischen Samsung Galaxy Note 7 abschrecken ließen. Und auch solche, die noch nie ein Smartphone besaßen.

Neuer Schub für den iPhone-Verkauf

Die Delle im Absatz der ersten drei Quartale des Kalenderjahres 2016 also nur sehr vorübergehender Natur gewesen sein. Schon vor dem Verkaufsstart des iPhone 7 waren Marktexperten der Ansicht, dass vor allem dessen für 2018 erwartete Nachfolger dem iPhone neuen Schub geben sollte. Zum Zehnjährigen würde Apple sich nämlich nicht lumpen lassen und das Smartphone wieder völlig neu erfinden - zumindest nach den letzten beiden evolutionären Änderungen wieder deutliche Änderungen, Verbesserungen und Optimierungen bringen, kurz: Innovationen. Derartige Phantasien machen schon ein halbes Jahr vor der mutmaßlichen Veröffentlichung so sehr die Runde, dass sie sich in Börsenwerten niederschlagen.

Die Apple-Aktie notiert Anfang März an der Nasdaq bei um die 140 US-Dollar, so hoch wie nie zuvor. Weitere Rekordhöhen scheinen in unmittelbarer Reichweite. Fast alle mit Apple befassten Analysten der großen Investmentbanken haben zuletzt ihre Kursziele angehoben, bis zu 180 US-Dollar reichen die Erwartungen. Das iPhone 8 verdreht potentiellen Kunden und Anlegern bereits heute die Köpfe. Doch dürfte sich, wenn auch nur die wesentlichen Spekulationen zutreffen, der Erfolg des Modells von 2017 kaum vermeiden lassen. Denn vor allem die installierte Basis ist sehr groß, im September werden hunderte Millionen von aktiven iPhones aber zwei Jahre und älter sein – der enorme Verkaufserfolg des iPhone 6 (Plus) wirkt hier nach.

Was könnte denn die Generation von 2017 bringen, ein iPhone 7s, ein iPhone 8, ein iPhone SE 2, alles gleichzeitig oder nichts davon? Und mit welchen Features? An dieser Stelle sammeln wir Gerüchte und versuchen sie einzuordnen. Denn so manches erscheint uns auch aus heutiger Sicht zwangsläufig, anderes als gut machbar, vieles aber als unwahrscheinlich oder überflüssig. Bei den Details müssen wir im März 2017 aber noch passen. Wie genau das iPhone (oder die iPhones) von 2017 aussieht (oder aussehen), weiß man vermutlich nicht einmal bei Apple, denn ein halbes Jahr oder länger vor dem Release sollten zumindest noch einige Optionen bestehen, aus denen man letztendlich auswählen muss.

Erscheinungsdatum, Modellvielfalt und Name

Apple fährt seit dem Jahr 2011 und dem iPhone 4S gut mit dem September-Termin. Grund, davon abzuweichen, besteht kaum einer. Wobei: Am 29. Juni 2007 ging in den USA das iPhone erstmals in den Handel, fast ein halbes Jahr zuvor hatte es Steve Jobs auf der Macworld Expo in San Francisco vorgestellt. Schon im Vorfeld der iPhone-7-Vorstellung waren daher Gerüchte aufgekommen, Apple würde sich die spektakulären Änderungen für ein "Anniversary iPhone" für 2017 aufheben und 2016 nur ein geringfügig verbessertes iPhone bringen. "Geringfügig verbessert" ist gewiss Ansichtssache, aber auf dem ersten Blick sieht das iPhone 7 so aus wie die Generation 6/6S. Bisher hatte Apple alle zwei Jahre einen neuen Formfaktor eingebaut und in den Jahren dazwischen die darin eingebaute Technik teils drastisch verbessert – den Rhythmus hat das Unternehmen nun verlassen. Somit steht einem gänzlich neuen iPhone im Jahr 2017 nichts im Wege. Und das wird dann gewiss nicht iPhone 7S oder iPhone 7 Anniversary heißen, sondern gleich iPhone 8. Aber dennoch nicht vor September erscheinen. Nicht völlig auszuschließen ist aber eine Aufteilung: Eine moderate Weiterentwicklung des iPhone 7 könnte iPhone 7S heißen, ein spektakulär neues Gerät dann iPhone 8. Kaum wahrscheinlich erscheint uns ein Name wie "iPhone Anniversary" - mit dem 20th Anniversary Mac im Jahr 1997 hatte Apple ziemlich Schiffbruch erlitten.

In Februar und März hatten sich aber immer mehr die Gerüchte verdichtet, dass Apple eine doppelte Produktstrategie fahren werde. Zum einen käme ein iPhone 7s (Plus) als bewährte Fortführung der Reihe, zum anderen werde Apple mit einem Jubiläumsmodell aber nicht mehr kleckern, sondern richtig klotzen: OLED-Bildschirm, kein Home-Button, 3D-Kamera für Gesichtserkennung und Augmented Reality, randloses Design. Konsequenter Weise hieße dieses dann nicht iPhone 8, sondern iPhone X oder - so der jüngste Vorschlag - iPhone Edition. Und genau hier liegt ein mögliches Problem. Denn das völlig neue iPhone werde Apple zwar auch zum bewährten September-Termin vorstellen, aber erst später in den Handel bringen können. Die neuen Techniken seien dafür verantwortlich. Zum einen werde das Weglassen des Home Buttons eine völlig neue Touch ID verlangen, die auf dem gesamten Bildschirm funktioniert und nicht nur in einem bestimmten Bereich, zum anderen müssten Komponentenhersteller wie STMicrolectronics (3D Kamera) oder Samsung (OLED) erst ihre Produktionskapazitäten hochfahren, um den Bedarf zu decken. Wir erinnern uns: 78 Millionen iPhones von Oktober bis Dezember hatte Apple 2016 verkauft, 2017 will Cupertino womöglich sogar an der 100-Millionen-Marke kratzen. So wird Apple gewiss nichts unversucht lassen, das neue iPhone möglichst zeitnah zu den renovierten Modellen zu bringen, aber die Erfahrung zeigt, dass es eher nutzt als schadet, ein Produkt erst dann in den Verkauf zu geben, wenn es ausgereift und in ausreichender Stückzahl verfügbar ist. Das Sondermodell komme mit einem randlosen 5,8-Zoll-OLED-Bildschirm und genau das sei die Komponente, die den Unterschied laut Fast Company ausmachen werde. Denn der OLED-Screen koste Apple in der Produktion in etwa das Doppelte im Vergleich zum herkömmlichen LED-Bildschirm, das neue iPhone werde daher über 1.000 US-Dollar kosten. Derzeit kostet das teuerste iPhone 7 Plus mit 256 GB 970 US-Dollar. Immerhin werde das neue Flaggschiff laut anderer Spekulationen 3 GB RAM bieten und in den beiden Speichervarianten 64 GB und 256 GB erscheinen.

Wahrscheinlichkeiten: Neue iPhones: nahe 100 Prozent, September als Erscheinungstermin: 95 Prozent, optional mit Verspätung für Top-Modell

OLED-Display, gebogen

Schon beim iPhone 7 (Plus) hat Apple erneut den Bildschirm wesentlich verbessert. Optional nutzt das Smartphone den Farbraum DCI-P3 und schaltet bei Bedarf (Foto und Video) von sRGB darauf um. Das Resultat: So brillante Farben wie noch nie zuvor, der Bildschirm ist zudem auch deutlich heller geworden. Dennoch bleibt die Akku-Laufzeit bei grob einem Tag – je nach Nutzung. Im Gegenteil hält der etwas größer gewordene Akku auch dank des effizienten Prozessors A10 Fusion noch länger durch. Das war schon immer Apples Hauptanliegen: Nur so viele Funktionen und Sensoren einbauen, dass man nicht tagsüber nachladen muss. So fehlten dem Original-iPhone daher der GPS-Chip und Mobilfunk der dritten Generation. Um das Display noch heller zu machen, müsste Apple in der Generation von 2017 auf organische Leuchtdioden (OLED) umsteigen, diese bieten bei weniger Energieverbrauch eine höhere Leuchtkraft - die Apple Watch profitiert bereits davon. Schon im April 2016 kursierte die Nachricht , Apple würde sich bei seinem Frenemy Samsung mit OLED-Display eindecken. Damals schien das noch als Option für die Generation von 2016, doch ist sich der Analyst Ming-Chi Kuo seit Sommer 2016 sicher, Apple werde den Umstieg auf OLED für das Jahr 2017 planen. Dafür gibt es dennoch widersprüchliche Signale, denn es bestehen weiter Zweifel, ob Samsung tatsächlich die benötigten rund 100 Millionen OLEDs würde liefern können. In diesem Fall sollte Apple tatsächlich auf die duale Lösung mit iPhone 7s (Plus) und iPhone 8 setzen.

Nach einem Bericht der koreanischen Publikation Korea Herald stehen im Jahr 2017 aber für einen kompletten Satz neuer iPhones ausreichend OLED-Displays bereit. Sollte also die Verfügbarkeit der helleren und effizienteren Bildschirme aber an kein Limit stoßen, könnte Apple sich vom Design der Samsung Galaxies inspirieren lassen: Mit einem Display, das von Kante zu Kante reicht und eventuell wie das des Galaxy Edge an den Seiten gebogen ist. Unwahrscheinlich, dass Apple das Design der Koreaner wirklich kopiert, doch mit den flexibleren OLED-Displays sind weit mehr Möglichkeiten als mit dem TFT von heute gegeben. Worauf wir aber schon heute wetten: Der Home-Button wird komplett verschwinden. Schon heute gibt die Taptic Engine über das gesamte Display von iPhone 7 (Plus) haptisches Feedback, wovon Spiele oder auch Musik-Apps werden profitieren können. Den Home-Button kann man dann beliebig per Software setzen oder einfach das gesamte Display als einen solchen betrachten - auch für Touch ID oder das Einschalten von Siri. Apple wollte diesen Schritt beim iPhone 7 noch nicht gehen, die Anwender sind an den Home-Button einfach noch zu gewöhnt. Aber so könnte man das iPhone 7 zu einem späteren Zeitpunkt ja als Übergangsgerät betrachten, das die Leute weg vom Home-Button zu einem völlig neuen Nutzungsgefühl erzog.

Ende Februar bekommt das Wall Street Journal aus Zulieferer-Kreisen eine weitere Bestätigung für ein gebogenes OLED-Display, bei einem der Lieferanten der iPhone-8-Displays soll es sich um Samsung handeln. Mit Apple soll Samsung bereits einen Deal über 160 Millionen OLED-Screens für das neue iPhone 8 abgeschlossen haben - das dürfte für ein Jahr oder etwas mehr reichen, Samsung muss sich aber strecken, um schon im Herbst ausreichend Stückzahlen liefern zu können.

Der ehemalige Apple-Zulieferer JDI präsentierte vor kurzem ebenfalls flexible OLED-Bildschirme. Mit der Massenproduktion will das Unternehmen jedoch erst 2018 beginnen – zu spät für das Jubiläums-iPhone aber gewiss für künftige Generationen eine Option.

Wahrscheinlichkeiten für das iPhone 8 / iPhone Edition: OLED-Display, Edge-to-edge: 95 Prozent, gebogen: 80 Prozent, Kompletter Verzicht auf den Home-Button: 99 Prozent

Neue Touch ID - aber erst später

Digitimes will wissen, dass Apple in das iPhone 8 einen völlig neuen Fingerabdruckscanner einbauen wird, der Techniken der jüngsten Übernahmen AuthenTec und Privaris integriert. Die Entwicklung werde aber länger dauern, das Jubiläums-iPhone werde daher nicht vor November in den Handel gelangen. Denn die Produktion der Komponenten bei TSMC könne aber erst im September beginnen. Digitimes lag in den letzten Jahren bei seinen Vorhersagen öfter daneben, ein Verkaufsstart erst im November würde Apple kräftig die Bilanzen verhageln. Ein halbes Jahr vor der mutmaßlichen Vorstellung ist es ohnehin zu früh, etwaige Verspätungen zu prognostizieren. Apple wird abwägen, was schwerer wiegt: Ein verzögerter oder ein überhasteter Verkaufsstart. Die Erfahrungen, die Samsung mit einem nicht ausgereiften Galxy Note 7 gemacht hatte, will Cupertino gewiss nicht wiederholen, ein überarbeitetes iPhone 7s (Plus), das sich aufgrund des bereits angekündigten iPhone Edition wie Sauerbier verkauft, wäre aber ebenso schädlich. Für die neue Touch ID spricht indes viel, schon jetzt könnte Apple den Home Button virtuell an beliebige Stellen des Bildschirms setzen, allein der Fingerabdruckscanner ist bei den aktuellen Modellen noch auf den Kreis unten in der Mitte fixiert. Das wird sich mit einem Spitzenmodell vermutlich ändern.

Die Technologie für eine ortsunabhängige Erkennung des Fingerabdruckes liegt vor: Das US-Marken- und Patentamt hatte am 14. Februar einen Antrag Apples veröffentlicht, den der iPhone-Hersteller bereits im Juni 2014 eingereicht hatte und der eine Technologie beschreibt, die den Home-Button auf dem iPhone letztendlich überflüssig macht. Es geht dabei um Methoden, einen Fingerabdruck auf dem gesamten Display mittels Infrarotdioden zu erkennen.

Wahrscheinlichkeit: Neue, ortsunabhängige Touch ID im Spitzenmodell: 90 Prozent, Verkaufsstart erst im November: Bisher keine Aussage möglich

Drahtloses Laden: Bessere Induktion dank Glas - Ernergous als möglicher Partner

Klar, wenn zwischendrin der Akku des iPhone leer ist, dann geht nichts über ein USB-Ladegerät mit 2,1 Ampere Ladestrom und ein USB-Kabel. Oder wahlweise eine Powerbank. Eines der Wunschfeatures für das iPhone 8 wäre aber das induktive Laden. Apple hat damit bekanntlich schon Erfahrung, die Apple Watch bezieht ihre Energie drahtlos. Und wenn man das iPhone ohnehin über Nacht auflädt, macht es keinen großen Unterschied, ob das dann eine Stunde oder deren acht dauert. Praktisch wäre das auch im Auto, wo der Energieverbrauch dank Navigation per GPS in der Regel höher ist als sonst: Einfach das Telefon auf eine Matte legen, die fest mit der Energieversorgung des Fahrzeugs verbunden ist und schon kommt zumindest die während der Fahrt verbrauchte Energie wieder zurück. Im iPhone wird es dank des benötigten induktiven Empfängers wieder ein wenig enger, aber wenn dank OLED das iPhone 8 dünner werden kann, wäre wieder Platz. Wer will, kann schon jetzt mit passendem Zubehör sein iPhone drahtlos laden , elegante Lösungen sehen aber anders aus. So wie wir Apple kennen, wird sich das Unternehmen aber nicht auf gängige Standards verlassen, sondern eine eigene Entwicklung dagegen setzen. Die Physik würde dann eine Designentscheidung erleichtern: Eine Rückseite aus Metall verlangsamt das Laden per Induktion, wie schon beim iPhone 4 sollte Apple daher beim 8er eine Rückseite aus Glas verwenden. Immer wieder kursierten Spekulationen, dass nicht alle neuen iPhones von 2017 eine drahtlose Lademöglichkeit bekommen. Hier besteht aber allenfalls ein Zusammenhang mit der Entscheidung, ob man neben einem neuen iPhone 8 auch noch die 7er-Reihe mit einer S-Klasse fortsetzt oder komplett auf neues Design und neue Technik setzt.

In Sachen drahtloser Ladung kursiert der Name "Energous" seit Herbst im Netz. Energous ist ein Unternehmen, das auf Technologien zum kabellosen Aufladen spezialisiert ist. Energous hat gegenüber US-Medien gesagt, dass es Ende 2017 seine ersten Sender und Empfänger für kabelloses Aufladen ausliefern werde. Das Besondere an dieser als „WattUp“ bezeichneten Technologie von Energous mit ihren Wireless Charging Transmittern und Receivern: Sie lädt Geräte beziehungsweise deren Akkus auch über eine Entfernung von über vier Metern auf. Die Stromübertragung erfolgt via Funkfrequenzen. Man muss ein mit der Energous-Technologie ausgestattetes Gerät also nicht unbedingt auf eine Ladestation legen (wie es derzeit beim Qi-Standard oder auch bei der Apple Watch der Fall ist), sondern die Akkus werden automatisch aufgeladen, sobald die aufzuladenden Geräte in die Reichweite der WattUp -Transmitter kommen. Voraussetzung ist, dass in den Geräten der entsprechende WattUp-Empfänger von Energous verbaut ist.

Konkret bedeutet das: Wenn der WattUp-Transmitter beispielsweise im Wohnzimmer steht und man betritt das Wohnzimmer mit dem iPhone in der Tasche, dann wird dieses sofort aufgeladen (wenn der entsprechende Receiver in dem iPhone verbaut wäre).

Obwohl Energous nicht den Namen der Kunden nennt, an die es seine Ladetechnologie liefert, so macht das Unternehmen doch ziemlich deutliche Andeutungen. Energous erklärte nämlich, dass es seine Technologie „an eines der größten Consumer Electronics Unternehmen der Welt“ ausliefern werde. Steve Rizzone, CEO von Energous: "Ich kann Ihnen nicht den Namen nennen, aber ich kann Ihnen versprechen, dass Sie Produkte dieser Firma bei sich haben oder auf Ihrem Schreibtisch stehen oder bei Ihnen zu Hause”. Energous pflegt zudem bereits eine intensive Zusammenarbeit mit Apple-Partnern wie TSMC und Foxconn.

Apple hat sich indes der Industriegruppe Wireless Power Consortium angeschlossen, welche den drahtlosen Ladestandard Qi definiert hat und weiter pflegt. Eine offizielle Bestätigung über den Beitritt Apples zum Wireless Power Consortium hat es aus Cupertino nicht gegeben, der Name des iPhone-Hersteller taucht aber erst seit Mitte Februar in der Liste der Mitglieder auf. Diese umfasst etliche Dutzend Unternehmen, mit dabei sind prominente Marken wie Nokia, Asus, Huawei oder Sony sowie jede Menge weniger bekannter Hersteller.

Teuer wird speziell das iPhone Edition mit seinem Glasrücken nach Ansicht des KGI-Securities-Analysten Ming-Chi Kuo. Alle drei neuen Modelle des iPhone von 2017 sollen seiner Analyse nach mit einer induktiven Ladevorrichtung kommen, also sowohl die beiden Aluminium-iPhones auf Basis des iPhone 7 als auch das neue iPhone 8 mit OLED-Display und Glasrücken. Bei letzterem stehe Apple aber noch vor technischen Herausforderungen, die letzten Endes ebenso zur Verteuerung der Produktion beitragen dürften. Denn der Glasrücken ermöglicht zwar eine bessere magnetische Kopplung von Ladespule zum Empfänger, führt aber Wärme schlechter ab als Metall. Daher benötige das iPhone 8 eine weitere Schicht aus Grafit, die den Layer mit dem 3D-Touch-Sensor schützen soll. Die gesamte 3D-Touch-Einheit werde in der Herstellung um 30 bis 50 Prozent teurer, was Apple an die Kunden in Form eines Preisaufschlags weiter geben werde.

Wahrscheinlichkeit für drahtloses Laden: 90 Prozent für iPhones mit Glasrückseite, 50 Prozent für iPhones mit Metallgehäuse.

USB-C löst Lightning ab - oder auch nicht

Noch ein interessantes Detail will Wall Street Journal erfahren haben: Apple will im kommenden iPhone statt Lightning auf USB-C setzen. Doch ob dies genau so kommt, bezweifelt The Verge . Eine mögliche Erklärung wäre demnach, dass Apple das Netzteil des iPhones etwas überarbeitet und dort statt USB-A einen USB-C-Port bringt. Damit wird die Absurdität behoben, dass man das neueste iPhone (7) nicht an dem neusten Macbook (Pro 2016) anschließen und aufladen kann. Dazu bemüht sich Apple um eine Ersatzschnittstelle für Klinkenbuchse – Ultra Assessory Connector – und diese soll mit Lightning funktionieren.

Dass Apple auch beim iPhone 8 bei Lightning bleiben werde, davon ist der Analyst Ming-Chi Kuo überzeugt. Dafür gebe es mehrere Gründe: USB-C benötige mehr Platz im Inneren des Telefons, was auf Kosten anderer Komponenten oder des Formfaktors ginge. Zudem könne Apple sein Programm MFi (Made for iPhone) vergessen, mit dem Cupertino gewisse Kontrolle über Hersteller von Peripherie behalte. Nur Hardware, die Apples hohen Ansprüchen genügt, erhält das Siegel, Apple kassiert dafür Lizenzgebühren. Auf der anderen Seite stehen die Vorteile von USB-C für iOS-Geräte : Diese bekämen mehr Anschluss an Peripherie, vor allem für das iPad Pro mag sich das lohnen. Womöglich denkt Apple für sein Tablet tatsächlich über einen Wechsel der Schnittstelle nach, hat das  für das iPhone aber vorerst verworfen. Stattdessen werde Lightning mit Kapazitäten für schnelles Aufladen mit USB-C-Geschwindigkeit ausgerüstet.

Selbst wenn Apple bei den neuen iPhones auf drahtloses Laden setzen werde, scheint der völlige Verzicht auf einen Port wie Lightning weit hergeholt, meint unser Macworld-Kollege Dan Moren .

Das Gerät verliert an Bedeutung

Unser Macworld-Kollege Michael Simon stellt sich auf den Standpunk t, es sei egal, wie denn nun künftige iPhones aussehen würden. Angesichts des Project Titan und Apples möglichen Einstieg in ganz andere Märkte werde die Hardware des iPhone immer mehr in den Hintergrund treten. Stattdessen werde es ein unerlässlicher mobiler Hub für allerlei tragbarer Geräte, die wir an den Handgelenken, in den Ohren oder wo auch immer mit uns führen. Nicht zuletzt die dabei gesammelten Erfahrungen werden Apple dabei helfen, den Erfordernissen einer völlig neuen Industrie gerecht zu werden. Apple hat gewiss auch mit seinen AirPods ( siehe hier unseren Praxistest ) jede Menge vor, intelligente Hearables verweisen auf die Post-iPhone-Ära. Deren Zeit ist aber noch nicht gekommen, weshalb Apple auch beim iPhone 8 das Gerät in den Vordergrund stellt.

Wahrscheinlichkeit: 0 Prozent für 2017, danach steigend. Noch bleibt das iPhone als Gerät selbst wichtiger denn als bloßer Zugang zu Services.

Was ist mit dem iPhone SE?

Steve Jobs' erste Tat nach seiner Rückkehr zu Apple im Jahre 1997 war es, die Produktpalette zu entschlacken und zu vereinfachen. Apple hatte sich mit einem unübersichtlichen Angebot von Rechnern, die sich manchmal nur im Detail unterschieden, ziemlich verzettelt. Schon zu Steve Jobs' Lebzeiten war die Komplexität bei Apple schon wieder angestiegen, allmählich droht man aber die Übersicht zu verlieren. Das ist bei den iPads ganz besonders auffällig, mit Mini 2, Mini 4, iPad Air 2 und dem iPad Pro in zwei Größen, beim iPhone droht ähnliches Chaos. Momentan gibt es das 7 und das 7 Plus, das 6S und das 6S Plus, dazu das iPhone SE mit 6S-Technik und 5er-Gehäuse. Wenn dann noch ein iPhone Edition dazu käme und ein SE 2, wäre die Verwirrung komplett.

Anscheinend betreibt Apple in der Ära nach Steve Jobs nun doch Marktforschung und ist 2015 zum Ergebnis gekommen, dass es nach wie vor eine starke Nachfrage nach dem 4-Zoll-Formfaktor gibt. Weswegen in das Gehäuse des iPhone 5 Komponenten des iPhone 6S kamen und ein Einstiegsmodell mit an sich völlig unzureichenden 16 GB Speicher wegen seines niedrigen Preises vor allem für große Unternehmen, Lehranstalten und Behörden interessant sein dürfte. Da Apple auch weiterhin noch das iPhone 6S verkauft, wäre eine Erneuerung ein Jahr nach Veröffentlichung des iPhone SE nicht unbedingt zwingend. Stattdessen könnte das iPhone 7s oder 8 in drei Größen kommen: 5,5 Zoll, 4,7 Zoll und 4 Zoll oder mit leichten Abweichungen davon. Ein iPhone SE Series 2, das im Frühjahr kommen könnte, scheint hingegen abwegig. Apple könnte allenfalls neben 16 GB und 64 GB noch eine dritte Größe mit 128 GB bringen oder das 16-GB-Modell auf diese Weise ersetzen. Die Zukunft des Vierzollgehäuses ist völlig ungewiss: Zwar deuten diverse Untersuchungen und auch offizielle Verkaufszahlen darauf hin, dass das iPhone SE von den Märkten sehr gut angenommen würde, ob Apple aber einen Nachfolger produziert oder seinen künftigen Modellen einfach eine neue Größe spendiert, weiß man derzeit womöglich nicht einmal in Cupertino.

Wahrscheinlichkeiten: iPhone 8 in drei Größen - 50 Prozent, iPhone SE zusammen mit iPhone 7S, 7S Plus und iPhone 8 - 50 Prozent. Wahrscheinlichkeit für iPhone SE Series 2 sehr gering.

Kleinere Optimierungen

Neben den von Apple gewiss groß herausgestellten Innovationen wird das iPhone des Jahrgangs 2017 gewiss auch weitere, unscheinbare Optimierungen erhalten, die wir im Folgenden kurz anreißen.

Tap-to-Wake-Funktion : Das iPhone 8 soll eine "Tap-to-Wake"-Funktion bekommen. Durch einen (doppelten) Fingertipp auf den Bildschirm kann man diesen aktivieren und eingegangene Nachrichten lesen, ohne dass man den Home-Button drücken muss. Das berichtet Forbes. Diese Funktion soll dem iPhone 8 vorbehalten bleiben und nicht in die eventuell ebenfalls erscheinenden Modelle iPhone 7S und 7S Plus verbaut werden. Klingt nach einem Feature, das man haben kann, aber nicht muss. Die 7er-Generation lässt den Sperrbildschirm schon sehen, wenn man es in die Hand nimmt, bei Tap to Wake müsste man nicht mal mehr das.

Schnell-Lade-Funktion : Apple will außerdem die Ladedauer verkürzen, wie Forbes gerüchteweise meldet. Die Akkus der 2017 erscheinenden iPhone-Modelle sollen mit Hilfe eines "Tristar 3 Hydra"-Chips eine Schnellladefunktion bekommen. Dieses Feature wäre auf jeden Fall eine Verbesserung, Apple wird kaum darauf verzichten. Zumal der Akku sicher wieder mehr Ladung bekommen wird.

Vertikale Dual-Kamera : Das iPhone 7 Plus ist im Herbst 2016 mit einer Dualkamera gekommen, so wurde optischer Zoom möglich, wenn auch nur zweifach. Die Objektive sind hoizontal nebeneinander angeordnet (geht man von einer Hochkantausrichtung aus), im Jahrgang  2017 könnte die Anordnung der Linsen vertikal erfolgen. Ob und welche technischen Konsequenzen das haben könnte, sagen die Quellen nicht. Wir halten das daher auch für frei erfunden. Ob denn die beiden Bilder horizontal oder vertikal versetzt aufgenommen werden, ist dem Algorithmus, der sie anschließend glatt zieht, völlig egal sein. Allenfalls eine Designentscheidung könnte zu einer anderen Orientierung führen, wir sehen aber keinerlei Veranlassung dafür.

eSIM : Wir hatten auf die Technologie bereits im iPhone 7 gehofft, doch es ist nicht so gekommen. In Sachen eSIM ist wohl nicht die Entwicklung ausschlaggebend, sondern die Verträge mit den einzelnen Mobilfunkprovidern, die bereit sind, umzusteigen. In Deutschland vertreiben bereits die Telekom und Co. erste Geräte und die eSIMs dazu, da Apple aber weltweit die iPhones verkauft, sieht die Sache beliebig schwierig aus. Eine eSIM hätte jedoch für das gesamte Ökosystem Apple Vorteile: Es spart Platz, macht Geräte wasserdicht(er), und lässt Peripherie auch per Mobilfunk miteinander verbinden. Was eine eSIM ist, welche Vorteile und Nachteile die Technologie bietet, haben wir hier erklärt

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