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Google stopft 36 Lücken in Chrome

10.03.2017 | 09:11 Uhr |

Mit der neuen Chrome-Version 57 beseitigt Google etliche Sicherheitslücken der Vorversion. Web-Entwickler können mit dem neuen CSS-Raster Web-Seiten flexibler strukturieren.

Google hat mit Chrome 57.0.2987.98 eine neue Hauptversion freigegeben. Darin haben die Entwickler viele Schwachstellen beseitigt. Zu den Neuerungen zählt etwa die Aktivierung der WebAssembly API für systemnahen Code. Ferner unterstützt Chrome nun die Nutzung von CSS-Rastern für das Layout von Web-Seiten. Beides ist auch im kürzlich erschienenen Firefox 52 zu finden.

Im Chrome Release Blog führt Krishna Govind 36 Sicherheitslücken auf, die in der neuen Chrome-Version geschlossen sind. Die Hälfte dieser Schwachstellen ist durch externe Sicherheitsforscher entdeckt und an Google gemeldet worden. Google schüttet dafür insgesamt 38.000 US-Dollar an Prämien aus. Allein vier beseitigte Schwachstellen entfallen auf den im Browser integrierten PDF-Betrachter PDFium. Alle vier sind als hohes Risiko eingestuft. Die übrigen Lücken haben die Google-Entwickler demnach selbst aufgespürt.

Wie Mozillas Browser Firefox 52 , der ebenfalls in dieser Woche debütiert hat, unterstützt Chrome 57 die Programmierschnittstelle WebAssembly API und die Layout-Technik CSS Grid . Beides sind offene Standards. Mit WebAssembly können Programmierer in einer Assembler-ähnlichen, systemnahen Sprache Code für Web-Apps generieren, der mit nahezu gleicher Geschwindigkeit wie native Programme im Browser ausgeführt wird.

CSS Grid erlaubt eine sehr flexible Anordnung von HTML-Elementen auf einer Web-Seite. Dies ermöglicht eine Layout-Anpassung an die oft sehr unterschiedlichen Geräte, mit denen Anwender heutzutage im Web unterwegs sind (responsive Design). Die CSS-Raster sollen die statischen und unflexiblen Tabellen-Layouts ablösen, die für die kleinen Displays von Smartphones und Tablets wenig geeignet sind.

Microsoft arbeitet ebenfalls an der Unterstützung der beiden Standards in Edge. Der Internet Explorer muss hingegen als tot betrachtet werden. Immerhin unterstützt der IE 10/11 eine alte Spezifikation des Grid-Layout, die allerdings in vielen Punkten deutlich abweicht. Apple will CSS Grid ab diesem Frühjahr in Safari 10.1 implementieren, WebAssembly wird noch etwas dauern. Opera ab Version 44 erbt Grid von Chromium.

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