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Apples Unfallbericht weist auf neue Produkte hin

21.04.2017 | 14:28 Uhr |

Wohl aus einer Unachtsamkeit ist der monatliche Unfallsbericht von Apple an einen großen Verteiler und somit an die Presse gelangt.

Es hört sich zunächst öde an: Apple muss ja die US-Amerikanischen Arbeitsschutzbestimmungen erfüllen und lässt dies durch einen oder mehrere Angestellte prüfen. Am 14. April hat jemand aus diesem Team einen monatlichen Bericht zu den Unfällen an allen Arbeitsstätten in Cupertino und Santa Clara statt an die Firmenleitung an einen größeren Kreis von Angestellten geschickt. So gelangte der Bericht an die Presse .

Dieser listet alle Unfälle der Apple-Mitarbeiter auf, zusammen mit der genauen Ortsbeschreibung bis hin zur Büronummer, der Uhrzeit und den Erste-Hilfe-Maßnahmen für den verunfallten Mitarbeiter. Insgesamt passierten bei Apple im März rund 70 Unfälle, die meisten  ziemlich belanglos: Ein Angestellter lief gegen die Türe, ein Kantinen-Mitarbeiter verbrannte sich die Finger beim Kochen, eine Mitarbeiterin musste defekten Apple Pencils entsorgen und ist dabie in Berührung mit durchgesickerten Elektrolyten gekommen.

Es finden sich im Bericht jedoch mehrere Punkte, die Gizmodo-Journalisten über neue Produkte in der Entwicklung spekulieren lassen. Am 21. Februar musste eine Mitarbeiterin ambulant behandelt werden: "Nach einer BT4-Nutzer-Studie (Hinter der BT4-Abkürzug vermuten wir "Bluetooth 4". – Anm. der Redaktion ) hat eine der Teilnehmerinnen dem Leiter berichtet, dass sie ein störendes Gefühl in ihren Augen hatte und während der Studie ein paar Mal Laser-Blitze gesehen hat. Der Leiter hat sie daraufhin an einen Augenarzt verwiesen und den Prototypen zur Untersuchung geschickt." In einem anderen Vorfall am 2. März berichtete ein Mitarbeiter über Augenschmerzen. Er arbeitete an einem neuen Prototyp und dachte, dass die Schmerzen durch die Nutzung des Gerätes verursacht wurden. Er hatte bemerkt, dass die Sicherheitsversiegelung der äußeren Hülle beschädigt wurde und dachte, dass der Prototyp verändert wurde.

Ab hier beginnen die Spekulationen der Gizmodo-Autoren und der Quelle bei Apple. Momentan gibt es in Apples Produktportfolio keine Geräte, die direkt Augenschmerzen oder dergleichen verursachen könnten. Daher wird spekuliert, dass Apple an einem Overhead-Display oder an einer Art von Brille arbeite, um Augmented-Reality-Entwicklungen zu testen. Apple hat in der letzten Zeit halb offiziell angedeutet , dass Augmented Reality innerhalb des Unternehmens sehr wichtig ist. Allerdings muss man an dieser Stelle hinzufügen, dass nicht alle Prototypen, die bei Apple getestet werden, auch in Serie gehen. Das Unternehmen patentiert ja gerne selbst die verrücktesten Ideen, verwendet aber nur einen Bruchteil davon in den aktuellen Produkten.

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