Über 300 Millionen US-Dollar will der japanische Software-Entwickler ACCESS verflüssigen, um das Sorgenkind des mobilen Betriebssystemmarktes PalmSource zu akquirieren. Nach Pleiten, Pech und Pannen, einer lang erwarteten aber nie erschienenen sechsten Version des beliebten PalmOS-Systems, die einzig und allein PalmSource verantworten kann und Gerangel um die neu hinzugewonnene Plattform Linux führen zu dem - aus Sicht unserer Redaktion - desaströsen Schritt, den PalmSource nun angesichts der Finanzgewalt der Japaner gehen muss. Auch wenn ACCESS mit seinem Vorzeigeprodukt Netfront einen Browser entwickelt, der auf einer Vielzahl von Endgeräten - auch auf Linux, Symbian und Windows Mobile - seinen Dienst verrichtet, dürfte die Chance, dass PalmOS Cobalt in Schwung bzw. auf einige Geräte kommt, äußerst gering sein. Der Schritt ist auch deshalb so überraschend, weil man eigentlich davon ausging, das der vor weniger als zwei Jahren abgespaltene Gerätehersteller Palm (vormals PalmOne) ein Vorkaufsrecht für die Aktien genießt, die jetzt im Einkaufswagen von Access liegen.
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